Super Blanik überzieht beim Hochziehen aus dem Trudeln mit ausgefahrenen Bremsklappen

Sazená, Czech Republic LET L-23 Super Blanik

Ein Fluglehrer und ein Pilot kamen bei Sazená ums Leben, als ihre Super Blanik nach dem Ausleiten aus dem Trudeln unter 50 m AGL mit noch ausgefahrenen Bremsklappen steil hochgezogen wurde, dabei überzog und in ein Feld trudelte; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach dem Ausklinken in 1.070 m MSL flog die Besatzung eine Trudelumdrehung und leitete sie aus – wie beim Fluglehrer üblich. Beim zweiten Trudeln unterblieb das Ausleiten: Die Maschine trudelte rund 18 Sekunden nach links, kam knapp über dem Boden heraus und flog kurz schnell und gerade. Der Fluglehrer nahm ein opioides Schmerzmittel, das er seinem Fliegerarzt nicht gemeldet hatte.

  1. Trudelübung nach dem Schleppstart: Ein Fluglehrer und ein Pilot planten eine Auffrischung der Trudeltechnik aus dem sportlichen Ausbildungsprogramm. Die Besatzung klinkte in 1.070 m MSL vom Schlepp aus.
  2. Fluglehrer nahm starkes Schmerzmittel: Die Toxikologie fand später ein verschreibungspflichtiges Opioid-Analgetikum im Blut des Fluglehrers, in therapeutischer Konzentration. Er hatte dies seinem Fliegerarzt nicht gemeldet.
  3. Fünf Jahre ohne Trudelübung: Der Pilot im vorderen Sitz hatte zuletzt vor fünfeinhalb Jahren Trudeln und Überziehen geübt und flog in diesem Jahr 23 Minuten auf dem Muster. Kollegen zufolge ordnete er sich dem Fluglehrer unter.
  4. Trudelumdrehung geflogen und beendet: Die Besatzung flog eine Trudelumdrehung und leitete sie aus, dann glitt das Segelflugzeug etwa 17 Sekunden geradeaus. Der Fluglehrer ließ bekanntermaßen nach einer Umdrehung ausleiten.
  5. Zweites Trudeln über fünf Drehungen: Das Segelflugzeug trudelte mehr als fünf Drehungen in rund 18 Sekunden nach links, mit ausgefahrenen Bremsklappen. Die Kameraaufzeichnung zeigte keine Steuereingabe und kein selbständiges Ausleiten.
  6. Hochziehen, Bremsklappen ausgefahren: Das Trudeln endete unter 50 m nahe der Pistenachse. Nach kurzem schnellem Geradeausflug wurde das Segelflugzeug steil in eine Rechtskurve zum Flugplatz hochgezogen, Bremsklappen weiter ausgefahren.
  7. Fahrtverlust in der Kurve: Der Steigflug erreichte schätzungsweise 150 bis 250 m, bevor die Fahrt abnahm. Die Bremsklappen blieben ausgefahren; ob die Besatzung die Kontrolle behielt, ließ sich nicht klären.
  8. Trudeln in ein Feld: Das Segelflugzeug geriet in ein Rechtstrudeln, drehte sich eine halbe Umdrehung und schlug in einem Feld auf. Beide Insassen kamen ums Leben, das Segelflugzeug wurde zerstört.
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