PIK-20D: linke Tragfläche bricht im Kunstflug durch unerkannten Holmschaden ab
Der Pilot eines PIK-20D sprang ab und blieb unverletzt, das Segelflugzeug wurde zerstört, als bei einem Kunstflugwettbewerb in Podhořany die linke Tragfläche brach, während er in rund 500 m aus einer Rolle in einen halben Looping zog. Der Obergurt des linken Holms war höchstwahrscheinlich 2015 bei einem Unfall gerissen; die Reparatur prüfte die Tragflächen nur per Klopfprüfung und übersah den Riss. Acht Jahre lang folgten nur Thermik- und Lokalflüge; es war der vierte Kunstflug seitdem. Im Trudeln löste sich auch die rechte Tragfläche. Der Pilot warf die Haube ab und löste die Gurte in drei Sekunden; der Fallschirm öffnete sich in rund 200 m.
- Wahrscheinlich Obergurtriss seit 2015: Bei einem Unfall 2015 riss höchstwahrscheinlich der Obergurt des linken Holms. Die Reparatur prüfte die Tragflächen nur per Klopfprüfung; weder sie noch spätere Kontrollen fanden den Schaden.
- Kunstflug im Vereinswettbewerb: Bei einem Vereinswettbewerb im Kunstflug flog der Pilot das Wettbewerbsprogramm; es war der vierte Kunstflug des Segelflugzeugs seit der Reparatur, nach Jahren nur mit Thermik- und Lokalflügen.
- Tragfläche bricht beim Hochziehen: Nach einer Rolle zog der Pilot in rund 500 m in einen halben Looping. Unter der steigenden Last versagte der angerissene Obergurt auf Druck, der Untergurt auf Zug, und der Holm riss längs auf.
- Bruch und Trudeln nach links: Die linke Tragfläche riss ab, und das Segelflugzeug ging in ein Linkstrudeln über. Nach mehreren Umdrehungen löste sich auch die rechte Tragfläche, und ein Flügel schlug das Höhenruder ab.
- Notausstieg, Schirm bei 200 m: Der Pilot warf die Haube ab, löste die Gurte in drei Sekunden gegen die Fliehkraft und wurde herausgeschleudert. Er landete unverletzt 30 m vom Rumpf entfernt, der Fallschirm war in 200 m offen.