LS4 und LS8 stoßen beim Eindrehen in denselben Aufwind zusammen
Eine LS4 und eine LS8 stießen bei einer Junioren-Weltmeisterschaft nahe Staré Sedlo in einem Aufwind zusammen; der LS4-Pilot rettete sich mit dem Fallschirm, beide blieben unverletzt. Die LS8 kreiste mit einem Teamkollegen in 1.830 m MSL. Der LS4-Pilot drehte auf gleicher Höhe zwischen die beiden ein. Der LS8-Pilot hatte die LS4 zuvor 50 m tiefer gesehen, verlor sie dann hinter seiner Querneigung aus den Augen und kreiste gleichmäßig weiter. Fünf Sekunden nach dem FLARM-Alarm prallte die linke Tragfläche der LS8 von hinten oben auf die Haube der LS4. Die LS4 stürzte in einen Wald, die LS8 landete leicht beschädigt 7 km entfernt.
- Kurbeln bei einer Junioren-WM: Am neunten Tag einer Junioren-Weltmeisterschaft ab Tábor kreiste der Pilot einer LS8-18 hinter seinem Teamkollegen in rund 1.830 m MSL in einer von mehreren Segelflugzeugen genutzten Thermik.
- Mehrere Segelflugzeuge in der Thermik: Weitere Wettbewerbsteilnehmer flogen durch die Thermik oder kreisten in der Nähe; laut Bericht war die Aufmerksamkeit der Piloten neben Fliegen und Navigieren zusätzlich auf sie gerichtet.
- LS4 dreht auf gleicher Höhe ein: Nach sechs Minuten Geradeausflug wählte der Pilot der LS4-A die Thermik voraus und reihte sich in sanfter Rechtskurve zwischen zwei rechts kreisende Segelflugzeuge auf fast gleicher Höhe ein.
- Gesichtet, dann aus den Augen verloren: Der LS8-Pilot sah die LS4 50 m tiefer außerhalb seines Kreises, verlor sie beim Drehen und hielt Querneigung und Fahrt konstant, um vorhersehbar zu bleiben. Die Flugwege konvergierten unter 40°.
- FLARM-Alarm fünf Sekunden vorher: Beide FLARM-Geräte funktionierten; der Alarm kam etwa einen halben Kreis nach dem letzten Sichtkontakt zur LS4 — zu spät zum Reagieren, wohl wegen der übrigen Segelflugzeuge in der Nähe.
- Tragfläche prallt hinten auf Haube: Die linke Tragfläche der LS8 prallte von hinten oben auf die Oberseite der Haube der LS4 und zerschmetterte sie; die LS4 ging in einen steilen Sinkflug über.
- LS4-Pilot rettet sich per Fallschirm: Unsicher über das Ausmaß der Schäden und bei zunehmender Fahrt verließ der Pilot der LS4-A das Segelflugzeug in rund 1.220 m AGL und landete unverletzt 1,7 km vom Wrack entfernt am Fallschirm.
- Feldlandung und Wrack im Wald: Der LS8-Pilot prüfte die Steuerung, ließ sein Segelflugzeug vom Teamkollegen begutachten und landete 7 km entfernt auf einem abgeernteten Feld; die LS4 stürzte kopfüber in eine bewaldete Schlucht.