L-13 Blaník erfasst nach einer langen Landung den Windentraktor
Nach einer langen Landung erfasste eine L-13 Blaník in Moravská Třebová den Windentraktor und drehte sich um 180°; beide Insassen blieben unverletzt, das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. Weil es der letzte Flug des Tages war, wollte der Pilot schon vor dem Start nahe am Hangar ausrollen. Nach dem Windenstart von Piste 26L flog er eine vierminütige Platzrunde mit Fluglehrer und setzte jenseits der Winde auf. Beim Ausrollen erfasste die rechte Flügelspitze das Hinterrad des an die Winde gekoppelten Traktors. Nach eigenen Angaben sah der Pilot die Winde durchgehend, schätzte aber den Abstand zur Flügelspitze falsch ein.
- Windenstart zur Platzrunde: Der Pilot startete mit der Winde von Piste 26L zu einer vierminütigen Platzrunde mit einem Fluglehrer an Bord, seinem ersten Flug des Tages und dem letzten des Segelflugzeugs.
- Wenig Flugpraxis in drei Monaten: Der Pilot hatte 401 Gesamtflugstunden und 346 auf dem Muster, aber nur 2 Stunden 37 Minuten in den letzten 90 Tagen und vier Minuten in den letzten 30.
- Lange Landung vor dem Start geplant: Weil es der letzte Flug des Tages für das Segelflugzeug war, entschied sich der Pilot vor dem Start, lang zu landen und nahe am Hangar auszurollen, um den Rückweg zum Abstellplatz zu verkürzen.
- Rollt an der Winde vorbei: Der Pilot setzte südlich der Piste und jenseits der Winde auf, die an ihrem üblichen Platz stand und die er durchgehend sah; dahinter wurden andere Segelflugzeuge zum Hangar gezogen.
- Flügelspitze erfasst das Hinterrad: Am Ende des Ausrollens erfasste die rechte Flügelspitze das Hinterrad des an die Winde gekoppelten Traktors. Das Segelflugzeug drehte sich um 180°; Tragfläche und Rumpfbeplankung wurden beschädigt.