ASW 19 zerbricht im Sturzflug aus 6.700 m nach Kontrollverlust in der Welle

Ludvíkov, Czech Republic Alexander Schleicher ASW 19

Bei einem Wellenflug hinter den Jeseníky bis auf 6.759 m verlor der Pilot einer ASW 19 nach etwa neun Minuten über 6.600 m die Kontrolle: Das Segelflugzeug geriet in eine sinkende Rechtskurve, beschleunigte und verlor beide Tragflächen; der Pilot wurde tödlich verletzt, das Segelflugzeug zerstört. Der Grund dafür blieb offen; Handlungsunfähigkeit durch Hypoxie oder Ermüdung war nicht auszuschließen. Er war 52 Minuten über 4.000 m geflogen, wo durchgehend Sauerstoff vorgeschrieben ist; wie er den Sauerstoff nutzte, blieb ungeklärt. Niemand bemerkte, dass das Segelflugzeug nicht zurückgekehrt war; das Wrack wurde am nächsten Tag gefunden.

  1. Lange Anfahrt, dann Wellenflug: Der Pilot holte das Segelflugzeug gegen 04:15 Uhr ab und fuhr rund fünf Stunden mit dem Anhänger nach Mikulovice, wo er es aufbaute, um 11:27 im F-Schlepp startete und Anschluss an die Welle fand.
  2. 52 Minuten über 4.000 m: Er stieg in Stufen auf 6.759 m, wobei er 52 Minuten über 4.000 m verbrachte, wo Vorschriften durchgehenden Sauerstoffgebrauch verlangen, und 19 Minuten über 6.000 m. An Bord war eine 2-Liter-Flasche.
  3. Sauerstoffnutzung ungeklärt: Flasche und Ventil waren zu stark beschädigt, um geprüft zu werden; eine benutzte Maske oder Kanüle war nicht nachweisbar. Schlafmangel und Kälte hätten laut Bericht die Hypoxietoleranz gesenkt.
  4. Kontrollverlust über 6.600 m: Beim Manövrieren zwischen Wolkenschichten geriet das Segelflugzeug bei etwa 6.671 m in eine sinkende Rechtskurve. Die Flugspur wurde danach unregelmäßig, einmal mit rechnerisch 402 km/h über Grund.
  5. Tragflächen versagen im Sturzflug: Die letzten 57 Sekunden waren ein immer steilerer Sturzflug; der Flügel wurde überlastet, vermutlich über zulässige Fahrt oder Lastvielfaches hinaus; beide Tragflächen trennten sich im Flug vom Rumpf.
  6. Am nächsten Tag gefunden: Der Rumpf schlug fast senkrecht an einem bewaldeten Hang in 826 m MSL auf; Flügelteile lagen bis 6 km weit. Niemand merkte, dass das Segelflugzeug fehlte; es wurde am nächsten Tag um 12:09 gefunden.
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