Jantar Standard 2 schlägt gegen Büsche und macht in einem Maisfeld einen Ringelpietz
Bei einer Außenlandung im Wettbewerb nahe Dobruška blieb der Pilot eines Jantar Standard 2 unverletzt, als der rechte Flügel gegen Büsche neben einem schmalen Streifen schlug und das Segelflugzeug in ein Maisfeld ausbrach und sich um etwa 200° drehte; es wurde schwer beschädigt. Ohne Aufwind wählte der Pilot einen Grasstreifen, der von oben wie ein Flugplatz wirkte. Der Streifen war etwa 17 m breit bei 15 m Spannweite, durch 4 m hohe Büsche auf 14 m verengt und fiel in Landerichtung ab. Bei der Landung gegen die Sonne verlor der Pilot, auf den Streifen vor sich konzentriert, die Büsche aus den Augen. Als Ursache galt die Wahl des Landefeldes.
- Wettbewerbsaufgabe: Der Pilot startete um 13:30 beim Segelflugwettbewerb Safari 2017, veranstaltet in Dvůr Králové, und ging nach dem Öffnen der Startlinie auf Strecke.
- Kein Aufwind bei Dobruška: Nach etwa 2 h 10 min fand der Pilot nahe Dobruška keinen Aufwind mehr und entschied sich bei schwindender Höhe rechtzeitig, ein Feld zu suchen.
- Schmaler Streifen als Landefeld: Der Pilot überflog einen langen Streifen kurzen Grases, prüfte ihn erneut und hielt ihn für die beste Wahl. Der Streifen wirkte wie ein Flugplatz; ringsum standen Mais oder andere hohe Feldfrüchte.
- Linke Landeeinteilung: Nach einem letzten Steigversuch flog der Pilot über Provoz eine etwa 600 m breite Landeeinteilung mit Linkskurven und drehte bei 100 km/h auf etwa 246° in den Endanflug ein.
- 17 m breit, Büsche, Gefälle: Der 620 m lange Streifen war etwa 17 m breit bei 15 m Spannweite, durch rund 4 m hohe Büsche auf etwa 14 m verengt und fiel zum SW-Ende hin um 25 m ab.
- Landung gegen die Sonne: Die Sonne stand leicht rechts. Bei bis zu 5,3 m/s Sinkrate im abfallenden Gelände verlor der Pilot die Büsche aus den Augen, während er sich auf den Streifen vor sich konzentrierte.
- Flügel gegen Büsche, ins Maisfeld: Der rechte Flügel schlug bei etwa 90 km/h gegen die Büsche; die Maschine scherte nach rechts in ein Maisfeld aus und drehte sich um etwa 200°. Beschädigt wurden Rumpf, Leitwerk, Querruder und Haube.