Pilot überzieht Ventus b/16.6 in der Endanflugkurve einer Außenlandung mit Rückenwind
Bei einem Streckenflug von Slaný aus wurde der Pilot eines Ventus b/16.6 schwer verletzt und das Segelflugzeug zerstört, als der Pilot in der letzten Kurve einer Außenlandung mit Rückenwind überzog. Ohne weiteren Aufwind ließ er Wasserballast ab und wählte ein Getreidefeld bei Řevničov. In Kenntnis des Winds aus W bis NW plante er, nach Osten zu landen, da das Gelände dafür besser passte. In der letzten Kurve verlor das Segelflugzeug mit Wölbklappen in Landestellung und ausgefahrenen Bremsklappen an Fahrt und kippte mit dem rechten Flügel ins Feld. Als Ursache galt, dass der Pilot die Fahrt abnehmen ließ; der Rückenwind trug dazu bei.
- Streckenflug ab Slaný: Der Pilot startete um 11:33 in Slaný im Flugzeugschlepp zu einem Streckenflug in Thermik mit 80 l Wasserballast und klinkte in etwa 1.050 m MSL aus.
- Kein Aufwind, Feld gewählt: Nach einem Steigflug unter der TMA Prag fand er weiter westlich keinen nutzbaren Aufwind, ließ Wasserballast ab und wählte nach Kurven in schwacher Thermik ein Getreidefeld bei Řevničov.
- Landung mit Rückenwind gewählt: Im Wissen um den Wind aus W bis NW mit etwa 20 km/h plante der Pilot einen Anflug mit Rechtskurven und die Landung nach Osten, weil das Gelände dafür besser geeignet war.
- Fahrtverlust in der letzten Kurve: Für die zusammengezogene dritte und vierte Kurve stellte der Pilot die Wölbklappen auf Landestellung und fuhr die Bremsklappen aus; beim Beenden der letzten Kurve verlor das Segelflugzeug an Fahrt.
- Rechter Flügel kippt ins Feld: Der Pilot überzog, das Segelflugzeug kippte über den rechten Flügel ab und schlug mit Flügelspitze und vorderem Rumpf auf. Es rutschte etwa 40 m, drehte sich um 160°; der Pilot wurde schwer verletzt.