L 33 Solo schlägt mit der Nase auf, nachdem der Pilot beim Sprung kräftig nachdrückt
Bei der Landung in Kunovice blieb der Pilot einer LET L 33 Solo unverletzt, das Segelflugzeug wurde aber schwer beschädigt, als es nach kräftigem Nachdrücken beim Sprung mit der Nase auf der Graspiste aufschlug. Nach einer Platzrunde mit Windenstart hatte der Pilot kurz vor dem Aufsetzen die Bremsklappen eingefahren, was laut Untersuchung die Fahrt erhöhte. Kaum war es aufgesetzt, knallte es unter dem Rumpf, und das Segelflugzeug stieg nach Schätzung des Piloten 1–2 m; laut Untersuchung war das höchstwahrscheinlich ein Sprung samt Aufbäumen nach unbeabsichtigtem Ziehen aus Schreck. Nach einem zweiten Sprung landete der Pilot normal.
- Platzrunde nach Windenstart: Nach dem Windenstart auf etwa 300 m AGL gab der Pilot das Kurbeln nahe der dritten Kurve nach einigen Kreisen auf und flog gegen den Wind in den Endanflug auf die Graspiste 02L.
- Bremsklappen eingefahren: Der Pilot flog den Anflug mit 100 km/h und halb ausgefahrenen Bremsklappen und fuhr sie wenige Sekunden vor dem Abfangen ein; laut Untersuchung erhöhte das die Fahrt und die Neigung zum Aufbäumen.
- Knall beim Aufsetzen, 1–2 m Anstieg: Binnen einer Sekunde nach dem Aufsetzen des Hauptrads knallte es unter dem Rumpf, und das Segelflugzeug stieg nach Schätzung des Piloten 1 bis 2 m. Der Pilot gab an, das Rad sei in ein Loch geraten.
- Aufbäumen nach Ziehen aus Schreck: Die Untersuchung hielt den Anstieg höchstwahrscheinlich für einen Sprung samt Aufbäumen nach unbeabsichtigtem Ziehen am Knüppel aus Schreck über den Knall. Die Bremsklappen blieben eingefahren.
- Nachdrücken, Nase schlägt auf: Der Pilot drückte kräftig nach, um den Anstieg zu stoppen; die Untersuchung hielt dies für unverhältnismäßig zur geringen Höhe. Die Nase schlug auf der Graspiste auf.
- Zweiter Sprung, normale Landung: Das Segelflugzeug sprang erneut auf. Diesmal fing der Pilot es ab, setzte auf und fuhr die Bremsklappen aus.
- Rumpf verformt; Pilot unverletzt: Nase und ein vorderer Spant waren verformt, ein weiterer Spant gerissen, der hintere Rumpf nach oben verbogen; die Beschläge des rechten Flügels lagen außerhalb der Toleranz.