Orlík II schlägt beim Ausrollen einer Außenlandung gegen einen Entwässerungsgraben
Bei einem Streckenflug im Riesengebirge blieb der Pilot einer Orličan VT-116 Orlík II unverletzt; das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt, als das Rad beim Ausrollen einer Außenlandung gegen einen Entwässerungsgraben schlug. Über einem Tal sank das Segelflugzeug mit 4 m/s; der Pilot erreichte Vrchlabí nicht mehr und wählte in feldarmem Gelände eine steile Skipiste in Svatý Petr, die er vom Sport her kannte. Rund 20 m nach weichem Aufsetzen bergauf überrollte das Rad den Graben; der Rumpf riss hinter dem Cockpit ein. Laut Bericht fehlte dem Piloten Gebirgserfahrung, und er hatte den Wind falsch eingeschätzt; der Graben war unvermeidbar.
- 245-km-Strecke: Der Pilot startete um 09:44 in Velké Poříčí im Flugzeugschlepp zu einer 245-km-Strecke und klinkte nach rund 7 Minuten in etwa 700 m über dem Flugplatz aus.
- Gemeinsamen Aufwind verlassen: Der Pilot konnte im Aufwind über Vrchlabí nicht bei etwa zehn leistungsstarken Segelflugzeugen bleiben und flog über das Riesengebirge auf Cumulus zu, mit Vrchlabí als Ausweichplatz im Rücken.
- Starkes Sinken im Lee über Tal: Der Pilot hatte die Windrichtung falsch eingeschätzt und flog über einem Tal in starkes Sinken im Lee der Hügel; das Segelflugzeug sank mit 4 m/s, der Pilot erreichte Vrchlabí nicht mehr.
- Steile Skipiste gewählt: In einem Gelände mit wenigen Wiesen oder Feldern wählte der Pilot den unteren Teil der steilen schwarzen Piste in Svatý Petr, ein Gebiet, das er vom Sport her gut kannte.
- Weiches Aufsetzen bergauf: Nach der vierten Kurve flog der Pilot den Endanflug auf etwa 170° mit 105–110 km/h, fing ab und setzte weich auf dem Gras auf; er rollte bergauf gegen den Wind aus.
- Graben, Riss im Rumpf: Rund 20 m nach dem Aufsetzen schlug das Rad gegen einen etwa 40 cm tiefen Graben quer zur Piste; der Rumpf riss hinter dem Cockpit ein. Nach etwa 15 m stand das Flugzeug; der Pilot blieb unverletzt.