ASW 19 B stößt im Endanflug einer Außenlandung gegen Bäume einer Autobahnböschung
Bei einer Außenlandung neben der Autobahn bei Flachau kam der Pilot ums Leben, die ASW 19 B wurde zerstört. Spät auf einem Streckenflug ab Sankt Johann blieb die Thermik aus; der Pilot meldete über Funk, er fliege sehr tief und brauche Aufwind. Er kreiste im Sinkflug neben der Autobahn und drehte dann zu einem Feld zwischen Sportplatz und Damm zurück. Zeugen beschrieben das Segelflugzeug als zu schnell für eine Landung und ziemlich tief; in der Rechtskurve stieg es noch einmal, überflog die bewaldete Böschung und eine Tragfläche stieß gegen Bäume. Technische Mängel fanden sich nicht; bei labiler Luftschichtung waren böige Fallwinde möglich.
- Streckenflug ab Sankt Johann: Die ASW 19 B startete in Sankt Johann in Tirol im Flugzeugschlepp; der Pilot klinkte in rund 1.300 m MSL aus und flog entlang des Ennstals, gemeinsam mit einem Motorsegler des Vereins.
- Thermik bleibt auf dem Rückweg aus: Der Motorsegler musste zum Heimflug wiederholt den Hilfsmotor starten und gab „keine Thermik“ weiter. Der Segelflugpilot trat vom Grimming aus, 118 km entfernt, den Rückflug an.
- Fliegt weiter und kommt sehr tief: Bei Radstadt meldete der Pilot über Funk, er fliege bereits sehr tief und brauche Aufwind. Neben der Autobahn bei Flachau kreiste er im Sinkflug, ohne Höhe zu gewinnen.
- Feld neben einem Autobahndamm: Er drehte zu einem Feld westlich der Autobahn zurück, das zwischen einem Sportplatz und der auf einem Damm geführten Trasse lag, und leitete eine Rechtskurve darauf ein.
- Zu schnell und zu tief in den Endanflug: Augenzeugen beschrieben die ASW 19 B als zu schnell für eine Landung und ziemlich tief. In der Rechtskurve stieg sie noch einmal und überflog die bewaldete Böschung.
- Linke Tragfläche stößt gegen Bäume: Die linke Tragfläche stieß gegen Bäume der Böschung. Die ASW 19 B schlug mit der Nase voran und rund 45 Grad Längsneigung auf einer Asphaltstraße auf; der Pilot kam ums Leben, sie wurde zerstört.