Teil der rechten Tragfläche einer LO 100 bricht im Kunstflugprogramm ab
Bei einem Wettbewerbskunstflug in Spitzerberg wurde der Pilot schwer verletzt und eine LO 100 zerstört, als die rechte Tragfläche brach. Nach dem Ausklinken in 1.300 m MSL hörte er zu Beginn der zweiten Figur einen Knall und sah einen Teil der rechten Tragfläche flattern. Die LO 100 trudelte, ein Ausleiten gelang nicht, und der Pilot stieg in rund 500 m MSL aus; die ruckartige Schirmöffnung führte zu den Verletzungen. Der Sturzflug davor lag rechnerisch über 320 km/h, das Abfangen über 8 g, gegenüber dem zulässigen Limit von 6 g laut Betriebshandbuch.
- Wettbewerbskunstflug in Spitzerberg: Die LO 100 wurde in Spitzerberg zum ersten Wertungsflug des Piloten bei den Staatsmeisterschaften im Segelkunstflug geschleppt; in rund 1.300 m MSL klinkte der Pilot aus.
- Holzflugzeug von 1960: Die LO 100 war eine 1960 gebaute Holzkonstruktion, die im Lauf ihrer Betriebszeit mehrfach schwer beschädigt worden war. Alle Reparaturen waren dokumentiert, offene Beanstandungen gab es keine.
- Rechte Tragfläche bricht am Holm: In rund 1.000 m MSL hörte der Pilot zu Beginn der zweiten Figur einen Knall und sah einen Teil der rechten Tragfläche flattern. Der Holm war zwischen den Rippen 11 und 14 gebrochen.
- Trudeln ohne Ausleitung: Die LO 100 geriet ins Trudeln. Der Pilot konnte sie nicht ausleiten und verließ das Cockpit in rund 500 m MSL - es war sein erster Absprung mit dem Rettungsfallschirm.
- Absprung in rund 500 m MSL: Der Pilot kam am Rettungsfallschirm herunter, durch dessen ruckartige Öffnung schwer verletzt. Die LO 100 wurde rund 1 km vom Flugplatz entfernt auf einem Feld zerstört.