Kestrel H401 verliert die Rollsteuerung durch nicht angeschlossene Querruder
Bei einem Lokalflug ab Zeltweg wurde der Pilot schwer verletzt, die Kestrel H401 zerstört. Diese war Tage zuvor mit offenen Querruder-Schnellverschlüssen im Hangar aufgehängt worden. Der Pilot führte allein eine Vorflugkontrolle durch, ohne den Querruderanschluss zu prüfen; die Querruder folgten dennoch dem Knüppel. Im Schlepp zeigte sich ein Steuerungsproblem; der Pilot klinkte im Gegenanflug aus, die Bremsklappen verschlimmerten es, nur Linkskurven waren möglich. In einer Kurve senkte sich die Nase, ein Ausleiten gelang nicht, und die Kestrel schlug am Flugplatz auf. Ein zugelassener Nachrüstsatz für den automatischen Anschluss fehlte.
- Tage vor dem Flug aufgerüstet: Vereinsmitglieder rüsteten die Kestrel wenige Tage zuvor auf und hängten sie für einen späteren Flug im Clubhangar auf. Der Pilot war dabei nicht anwesend.
- Querruderanschlüsse bleiben offen: Beide Querruder-Schnellverschlüsse an der Flügelwurzel wurden beim Aufrüsten nicht angeschlossen und hingen lose an ihren Halteschnüren.
- Vorflugkontrolle lässt die Wurzel aus: Der Pilot seilte die Kestrel allein von der Decke des Clubhangars ab und führte die vorgeschriebene Vorflugkontrolle durch, ohne den Querruderanschluss an der Flügelwurzel zu prüfen.
- Ruderprobe warnt nicht: Bei der Vorflugkontrolle und erneut unmittelbar vor dem Start ließen sich die Querruder mit dem Knüppel bewegen, sodass nichts auf die offenen Anschlüsse hinwies.
- Steuerungsproblem nach dem Start: Im Gegenanflug nach dem Schleppstart von Piste 26R bemerkte der Pilot ein Steuerungsproblem und klinkte aus. Das Ausfahren der Bremsklappen verschlimmerte es, Rechtskurven waren nicht möglich.
- Nase senkt sich in der Linkskurve: Der Pilot gab den Anflug auf die Graspiste auf und kurvte nach links; die Nase senkte sich, ein Ausleiten gelang nicht, und die Kestrel schlug hart am Flugplatz auf und schlitterte in einen Zaun.