SZD-59 Acro überzieht im tiefen Anflug nach später Außenlandeentscheidung
Bei einer Außenlandung nahe Kalwang im Liesingtal kam der Pilot ums Leben, die SZD-59 Acro wurde zerstört. Nach dem Ausklinken in 1.600 m MSL zu einem Streckenflug sank der Pilot bei schwachem Aufwind ins Tal ab und flog mehrere Schleifen tief über Grund. Eine ausgewiesene Außenlandewiese blieb beim Vorbeiflug noch erreichbar, doch der Flug ging Richtung Heimatflugplatz weiter. Nach später Feldwahl ließ der Pilot die Geschwindigkeit im tiefen Anflug offenbar bis zum Überziehen absinken; das Segelflugzeug sackte durch und schlug neben einer Baumreihe am Rand einer Wiese auf. Weder technische Mängel noch das Wetter waren ursächlich.
- Streckenflug ab Timmersdorf: Die SZD-59 wurde am Vormittag in Leoben/Timmersdorf geschleppt; der Pilot klinkte in rund 1.600 m MSL zu einem Streckenflug Richtung Dachstein aus.
- Abstieg ins Liesingtal: Der Pilot flog westwärts an der Südseite der Eisenerzer Alpen entlang, sank im Bereich Schoberpass ins Liesingtal ein und folgte diesem nach Osten.
- Erreichbare Wiese blieb zurück: Eine ausgewiesene Außenlandewiese bei Kalwang wurde in einer Höhe passiert, aus der sie noch erreichbar gewesen wäre; der Flug ging auf der Suche nach Aufwind Richtung Heimatflugplatz weiter.
- Tiefe Schleifen über dem Talboden: Zwischen Kalwang und Mautern flog der Pilot auf der Nordseite des Tals mehrere Schleifen sehr tief über Grund.
- Fahrt fällt bis zum Überziehen: Da der Heimatflugplatz nicht mehr erreichbar war, drehte der Pilot auf ein Feld ein; im tiefen Anflug fiel die Fahrt offenbar bis zur Überziehgeschwindigkeit und die SZD-59 sackte durch.
- Aufprall neben einem Windschutzgürtel: Die SZD-59 schlug südlich der B113 neben einer Baumreihe am Rand einer Wiese auf. Der Pilot kam ums Leben, das Segelflugzeug wurde zerstört; das Wrack wurde nachts über den Notsender gefunden.