LS4 überzieht im Seitengleitflug bei zu hohem Endanflug
Der Pilot blieb unverletzt; Rumpf und Hauptfahrwerk der LS4 wurden beim harten Aufschlag in Wiener Neustadt West schwer beschädigt. Im Endanflug auf Piste 18R lag die LS4 trotz ausgefahrener Bremsklappen zu hoch; der Pilot fuhr die Klappen ein und leitete bei etwa 90 km/h einen Seitengleitflug mit „normalem Horizontbild“ ein. In rund 50 m AGL geriet sie fortschreitend von rechts nach links in den überzogenen Flugzustand. Der Pilot beendete den Seitengleitflug und fuhr die Bremsklappen wieder aus; in etwa 10 m kippte sie über die rechte Tragfläche ab, ein Gegenausschlag der Querruder blieb wirkungslos, und die Tragfläche berührte den Boden.
- Örtlicher Flug bei schwacher Thermik: Mit der LS4 wurden an diesem Tag drei Flüge durchgeführt, während des gesamten Fluges herrschte schwache Thermik; die Vorflugkontrolle hatte der Pilot selbst vorgenommen.
- Zu hoch im Endanflug mit Klappen: Nach dem Einkurven vom Queranflug in den Endanflug der Piste 18R befand sich das Segelflugzeug trotz ausgefahrener Bremsklappen über dem gewünschten Anflugweg.
- Bremsklappen für Seitengleitflug ein: Der Pilot fuhr die Bremsklappen ein und leitete bei etwa 90 km/h einen Seitengleitflug mit „normalem Horizontbild“ ein.
- Überzogener Flugzustand in 50 m AGL: Noch im Seitengleitflug geriet das Segelflugzeug fortschreitend von der rechten zur linken Tragfläche in den überzogenen Flugzustand.
- Seitengleitflug beendet, Klappen aus: Der Pilot leitete den Seitengleitflug aus und fuhr die Bremsklappen wieder aus. In rund 10 m AGL kippte die LS4 über die rechte Tragfläche ab, ein Gegenausschlag der Querruder verhinderte dies nicht.
- Bodenberührung und harter Aufschlag: Die rechte Tragfläche berührte den Boden; nach einer Drehung um die Hochachse schlug die LS4 seitlich schiebend und hart am Hauptfahrwerk auf. Rumpf und Hauptfahrwerk wurden schwer beschädigt.