K-8B-Flugschüler streift nach zu schnellem Anflug mit der Flügelspitze das Gras
Bei der Landung in Micheldorf im sechsten Alleinflug blieb ein Flugschüler unverletzt, doch eine K 8B wurde erheblich beschädigt, als die linke Tragflächenspitze bei rund 120 km/h das Gras an der Schwelle berührte. Er hatte erst 30 Minuten auf dem Muster. Beim Ausleiten einer 180-Grad-Rechtskurve zum Platz war die K 8B zu schnell und sank stark. Der Fluglehrer wies viermal per Funk auf die Fahrt hin, ohne Antwort; vermutlich hielt der Schüler die Sendetaste gedrückt. Den Anflug flog er mit rund 160 km/h und 12 m/s Sinken statt 70 bis 80 laut Handbuch und fuhr dann die Bremsklappen aus. Kurz vor dem Aufsetzen kurvte er nach links.
- Sechster Alleinflug auf der K 8B: Der Flugschüler startete zu einem kurzen Platzflug im Windenstart von Piste 32 und klinkte in rund 250 m AGL aus; es war der sechste Alleinflug auf dem Muster.
- Rund 30 Minuten auf dem Muster: Die gesamte Erfahrung auf der K 8B stammte aus sechs kurzen Alleinflügen, der erste am Vortag; den Großteil der Ausbildung hatte der Flugschüler auf einem doppelsitzigen Bocian absolviert.
- Zu schnell aus der Rechtskurve: Beim Ausleiten einer 180-Grad-Rechtskurve zurück zum Platz war das Segelflugzeug zugleich zu schnell und sank zu stark.
- Vier Funkanweisungen ohne Reaktion: Der Fluglehrer wies viermal per Funk an, auf die Fahrt zu achten und zu ziehen. Eine Bestätigung blieb aus, zu hören war nur ein Rauschen; vermutlich hielt der Flugschüler die Sendetaste gedrückt.
- Landeanflug mit rund 160 km/h: Der Flugschüler flog den Landeanflug mit rund 160 km/h und etwa 12 m/s Sinken statt der im Flughandbuch genannten 70 bis 80 km/h und fuhr dann die Bremsklappen aus, worauf die Fahrt zurückging.
- Tragflächenspitze berührt Gras: Beim Einleiten einer Linkskurve zur Piste berührte die linke Tragflächenspitze bei rund 120 km/h den Grasboden; es folgten eine massive Bodenberührung mit der Nase und eine Drehung um die Hochachse.