Kestrel setzt nach Aufblähen des Seilfallschirms im Windenstart hart auf
Ein Pilot wurde schwer verletzt, als eine Kestrel nach Abbruch des Windenstarts in 10 bis 15 m über Grund hart aufsetzte und erheblich beschädigt wurde. Es war sein vierter Start des Tages; die drei davor verliefen ohne Vorkommnisse. Er hatte Sollbruchstelle, Wölbklappenstellung und Bremsklappenverriegelung geprüft. Als er den Anstellwinkel erhöhte, ließ der Seilzug ohne Seilriss nach, und der Seilfallschirm blähte sich auf. Er klinkte zweimal aus und drückte bei weichen Rudern nach, bis die Rumpfspitze fast senkrecht nach unten zeigte, und fing kurz vor dem Boden ab. Das Segelflugzeug setzte auf dem Hauptfahrwerk auf und rutschte etwa 20 m.
- Vierter Windenstart des Tages: Der Pilot stellte sich zum vierten Windenstart des Tages in Pistenrichtung 36 auf. Die drei Starts davor verliefen ohne besondere Vorkommnisse.
- Kontrollen vor dem Start: Der Pilot prüfte die Sollbruchstelle, brachte die Wölbklappen in Startstellung, kontrollierte die Verriegelung der Bremsklappen und überwachte das Einhängen des Seils in die Schwerpunktkupplung.
- Zugentlastung in 10 bis 15 m Höhe: Beim Übergang in den Anfangssteigflug ließ der Seilzug ohne Seilriss nach, und der Seilfallschirm am flugzeugseitigen Ende des Windenseils blähte sich auf.
- Ausklinken und Nachdrücken: Der Pilot zog zweimal den gelben Griff der Schleppkupplung und drückte den Steuerknüppel nach vorne. Der Startleiter gab die Kommandos zum Stoppen der Winde und zum Nachdrücken.
- Weiche Ruder nahe dem Scheitelpunkt: Die Steuerkräfte waren gering, und das Segelflugzeug zeigte keine Anzeichen, nach einer Seite abzukippen. Der Pilot drückte, bis die Rumpfspitze nahezu senkrecht nach unten wies.
- Hartes Aufsetzen auf dem Hauptfahrwerk: Kurz vor dem Boden fing der Pilot ab. Die Kestrel setzte auf dem Hauptfahrwerk auf, berührte zugleich mit den Tragflächen den Boden und rutschte etwa 20 m. Der schwer verletzte Pilot stieg selbst aus.