Bugkupplung klinkt im F-Schlepp aus: LS4 kollidiert bei Außenlandung mit Heuballen
Der Pilot einer LS4 blieb unverletzt, das Segelflugzeug wurde bei einer Außenlandung durch einen Heuballen erheblich beschädigt. Kurz nach dem Überflug des Flusses prüfte der Pilot im Schlepp Fahrwerk, Flugparameter sowie Fallschirm und bemerkte dabei das aus der Bugkupplung gelöste Schleppseil. Der Pilot konnte nicht ausschließen, die Schleppkupplung selbst betätigt zu haben. Hinweise auf eine Funktionsstörung der Kupplung fehlten. In 113 m AGL wählte der Pilot ein Feld voraus; rund 90 cm über Grund touchierte die linke Tragfläche bei 86 km/h den Heuballen und brach an der Bremsklappe.
- F-Schlepp von Piste 04: Der Pilot startete mit einer LS4 im Flugzeugschlepp. Vor dem Abflug führte er eine Klinkprobe und eine Zugprobe durch, die beide ohne Probleme verliefen.
- Check im Schlepp: Kurz nachdem der Schleppzug den Fluss überquert hatte, kontrollierte der Pilot die Fahrwerksverriegelung, die Flugparameter und den festen Sitz des Fallschirms.
- Schleppseil aus der Bugkupplung: In diesem Augenblick bemerkte der Pilot, dass sich das Schleppseil aus der Bugkupplung gelöst hatte. Er konnte nicht ausschließen, dabei die Schleppkupplung betätigt zu haben.
- Entschluss zur Außenlandung in 113 m: In rund 113 m AGL entschied sich der Pilot für eine Außenlandung in einem in Flugrichtung liegenden Feld.
- Linke Tragfläche touchiert Heuballen: Rund 90 cm über Grund und mit etwa 86 km/h touchierte die linke Tragfläche einen im Feld liegenden Heuballen; sie erlitt im Bereich der Bremsklappe einen Gewaltbruch.
- Drehung um die Hochachse: Die abrupte einseitige Verzögerung drehte das Segelflugzeug um etwa 90 Grad um die Hochachse. Es setzte quer auf, die Rumpfröhre brach vor dem Seitenleitwerk; nach 57 m kam die LS4 zum Stillstand.