Ventus 2B überzieht bei verspäteter Außenlandung über einem Siedlungsgebiet
Der Pilot eines Ventus 2B wurde leicht verletzt, das Segelflugzeug zerstört, als es zwischen zwei Wohnhäusern aufschlug. Im Überlandflug fand er keine Thermik mehr, verlor kreisend über 400 m Höhe und flog mit Wölbklappen auf Schnellflug „S1“ einen näheren Flugplatz an. In etwa 34 m AGL erkannte er hinter einer Autobahn eine Stromleitung und wich nach rechts aus. Er wählte eine Ackerfläche hinter sich in einem Siedlungsgebiet und flog niedrig über Wohnhäuser; für eine Landeeinteilung blieb keine Höhe. Beim Ausleiten der Kurve geriet das Segelflugzeug in einen überzogenen Flugzustand, kippte nach rechts ab und beschädigte ein Wohnhaus schwer.
- Überlandflug ab Tulln: Der Pilot startete in Tulln zu seinem sechsten Flug an diesem Tag und flog nach Westen weiter, bis die Thermik nachließ.
- Mehr als 400 m beim Kreisen verloren: Beim Kreisen nahe Herzogenburg verlor das Segelflugzeug in kurzer Zeit mehr als 400 m Höhe; nach Funkrücksprache mit Vereinskollegen wandte sich der Pilot einem näheren Flugplatz zu.
- Weiterflug in Schnellflugstellung: Der Pilot flog mit der Wölbklappenstellung „S1“ für Schnellflug weiter und folgte einer Schnellstraße in Richtung einer Autobahn.
- Stromleitung erzwingt Ausweichen: In etwa 34 m AGL erkannte der Pilot hinter der Autobahn eine Überlandstromleitung und steuerte etwa 90° nach rechts, um ihr auszuweichen.
- Feld hinter sich im Siedlungsgebiet: Der Pilot wählte eine kultivierte Ackerfläche entgegen seiner Flugrichtung in einem Siedlungsgebiet und flog niedrig über Wohnhäuser, um das Feld zu erreichen.
- Abkippen über den Wohnhäusern: Ohne Höhe für eine Landeeinteilung, mit Wölbklappen auf „S1“ und nicht ausgefahrenem Fahrwerk kippte das Segelflugzeug beim Ausleiten der Rechtskurve nach rechts ab und schlug fast senkrecht auf.