Ventus-2cT setzt nach erfolglosen Anlassversuchen mit Rückenwind hart auf
Der Pilot eines Ventus-2cT wurde bei einer harten Außenlandung schwer verletzt, das Segelflugzeug erheblich beschädigt. Ohne Aufwind wählte der Pilot eine Wiese und fuhr 175 m darüber den Motor aus; unter 300 m rät das Flughandbuch von Anlassversuchen ab, damit bei Misserfolg Höhe zur Einteilung bleibt. Zwei Versuche misslangen; 50 bis 60 m tiefer flog der Pilot mit ausgefahrenem Motor weiter (Gleitzahl 22) und entschloss sich 100 m AGL zur Landung. Im Endanflug mit Rückenwind über Straße, Bäume und Büsche sackte das Segelflugzeug durch, kollidierte und setzte hart auf; das unverriegelte Fahrwerk fuhr ein und zerbrach die Haube.
- Streckenflug nach Norden: Der Pilot startete im Flugzeugschlepp in Lanzen-Turnau und flog nach Norden; die Thermik war schwächer als vorhergesagt.
- Aufwindsuche im Lassingtal erfolglos: Rund 35 km nördlich des Startflugplatzes fand der Pilot in etwa 1 000 m MSL keinen nutzbaren Aufwind mehr und wählte eine Außenlandewiese.
- Klapptriebwerk in 175 m ausgefahren: Der Pilot fuhr den Motor rund 175 m über der Außenlandewiese aus; das Flughandbuch rät von Anlassversuchen unter 300 m ab.
- Zwei Anlassversuche misslingen: Zwei Versuche, den Motor anzulassen, scheiterten; nach weiteren 50 bis 60 m Höhenverlust brach der Pilot den Anlassvorgang ab.
- Weiterflug mit ausgefahrenem Motor: Der Pilot flog mit ausgefahrenem, stehendem Motor weiter, was die Gleitzahl auf 22 verschlechterte, und entschloss sich rund 100 m über der Außenlandewiese zur Landung.
- Durchsacken über den Hindernissen: Der Endanflug mit Rückenwind führte über eine Straße, Bäume und Gebüsche. Das Segelflugzeug sackte durch, kollidierte mit ihnen und setzte hart auf; das nicht verriegelte Einziehfahrwerk fuhr ein.