Discus CS: linker Randbogen verfängt sich im hohen Gras bei Windenstart im Föhn
Der Pilot eines Discus CS wurde schwer verletzt, als das Segelflugzeug bei einem Windenstart aus ca. 15 m Höhe in Rückenfluglage auf die Graspiste stürzte. Bei Föhnwetterlage mit Böen bis 37 kt verfing sich beim Abheben der linke Randbogen im mehr als 8 cm hohen Gras und drehte den Discus nach links um die Hochachse; Böen bis 32 kt verstärkten diese Drehung und bewirkten zusätzlich eine Drehung um die Längsachse. Die Rumpfröhre brach am Seitenleitwerk ab. Der Pilot hatte ausreichende Winden- und Föhnerfahrung. An den Unfallflug konnte er sich nicht erinnern.
- Windenstart auf der Graspiste: Das Segelflugzeug wurde auf der Graspiste bereitgestellt, das Windenseil eingehängt, und der Windenfahrer gab nach dem Kommando „Seil straff“ kontinuierlich Gas bis zum Vollgas.
- Föhnwind mit Böen bis 37 kt: Es herrschte eine Föhnwetterlage mit Wind aus Südost, der Böen bis 37 kt erreichte.
- Linker Randbogen verfängt sich im Gras: Der Starthelfer ließ die rechte Tragfläche normal los. Beim Abheben verfing sich der linke Randbogen im mehr als 8 cm hohen Gras.
- Segelflugzeug dreht nach links: Der verfangene Randbogen drehte das Segelflugzeug beim Abheben nach links um die Hochachse.
- Böen bewirken Drehung nach dem Abheben: Nach dem Abheben verstärkten Böen bis 32 kt die Drehung um die Hochachse und bewirkten zusätzlich eine Drehung um die Längsachse.
- Aufprall in Rückenfluglage aus 15 m: Das Segelflugzeug stürzte aus ca. 15 m Höhe in Rückenfluglage auf die Graspiste. Die Rumpfröhre brach auf Höhe des Seitenleitwerks ab, die Rumpfoberseite hinter dem Cockpit wurde stark beschädigt.