DG-400 kippt beim Kurvenflug zum Hang mit Rückenwind ab
Ein Pilot kam beim ersten Flug seit 274 Tagen ums Leben, als seine DG-400 in einen schneebedeckten Berghang prallte. Der Pilot war eine Stunde zuvor im Eigenstart gestartet und flog entlang eines Hanges quer zum Wind, bevor er wegdrehte und weiterdrehte, bis er direkt auf den Hang zuflog, etwa 20 m über dem Grat. Die Geschwindigkeit fiel bis zum Strömungsabriss, eine Tragfläche kippte scharf ab, ohne Höhe zum Abfangen. Die Höhe nahe dem Grat könnte ein instinktives Ziehen ausgelöst haben; böiger Rückenwind erschwerte das Erkennen des Fahrtverlusts.
- Eigenstart, erster Flug der Saison: Der Pilot startete im Eigenstart von seinem Heimflugplatz im Tal und flog nach Osten. Es war sein erster Flug seit 274 Tagen, auf einem Muster mit 456 Flugstunden.
- Westwärts entlang des Gebirgszuges: Nach etwa zwölf Minuten drehte er nach Westen und flog entlang des Gebirgszuges Richtung Lesachtal.
- Flug entlang des Hanges quer zum Wind: In der letzten Flugphase flog er entlang des Hanges, etwa im rechten Winkel zum anströmenden Wind.
- Kurve auf den Hang zu: Er drehte vom Hang weg gegen den Wind, setzte die Kurve fort und flog schließlich direkt auf den Hang zu, etwa 20 m über dem vor ihm liegenden Grat.
- Fahrtverlust bei Rückenwind: Die Rückenwindkomponente erhöhte die Geschwindigkeit über Grund und erschwerte das Erkennen der fallenden Fahrt. Die annähernd gleiche Höhe wie der Grat könnte ein instinktives Ziehen ausgelöst haben.
- Strömungsabriss mit scharfem Abkippen: Die Geschwindigkeit fiel bis zum Strömungsabriss, das Segelflugzeug kippte ab, wahrscheinlich nach rechts, zu tief, um die Kontrolle zurückzugewinnen.
- Aufprall auf schneebedecktem Hang: Es prallte auf einen 23 Grad steilen, schneebedeckten Hang auf 1940 m. Ein in der Nähe fliegender Zeuge sah das Segelflugzeug im Schneefeld und alarmierte die Polizei per Mobiltelefon.