Klapptriebwerk läuft unrund: Discus bT schlägt ohne verriegeltes Fahrwerk auf
Ein Discus bT mit Klapptriebwerk schlug bei einer Außenlandung hart mit dem Rumpf auf; der Pilot wurde schwer verletzt. Nach einem Flugzeugschlepp nutzte der Pilot in starkem Westwind Hangaufwind. Während der Flugplatz noch im Gleitflug erreichbar war, startete er das Triebwerk für den Rückflug; es lief unrund mit verminderter Leistung, und der ausgefahrene Motor erhöhte den Widerstand. Das Segelflugzeug geriet in 3–4 m/s Abwind; Flugplatz und bekanntes Feld wurden unerreichbar, und der Pilot wählte eine abschüssige Wiese. Das zu spät ausgefahrene Fahrwerk rastete nicht ein. Eine Zerlegung ergab ein undichtes Einlassventil.
- Hangflug in starkem Westwind: Nach einem Flugzeugschlepp nutzte der Pilot in einem Westwind von 28 bis 37 km/h Hangaufwind und gewann dabei in drei getrennten Steigphasen an Höhe.
- Triebwerk für Rückflug gewählt: Obwohl Flugplatz und ein bekanntes Außenlandefeld noch erreichbar waren, entschied sich der Pilot, für den Rückflug das Triebwerk statt des Gleitflugs zu nutzen.
- Klapptriebwerk läuft unrund: Das Triebwerk startete, lief aber unrund und mit spürbar verminderter Leistung. Die zugeschaltete elektrische Benzinpumpe brachte keine Besserung.
- Segelflugzeug gerät in 3-4 m/s Abwind: Kurz nach dem Ausfahren des Triebwerks geriet das Segelflugzeug in starken Abwind. Sowohl der Flugplatz als auch das bekannte Feld gerieten außer Reichweite.
- Abschüssige Wiese gewählt: Der Pilot wählte eine Bauernwiese neben einer Straße als letzte verbliebene Landemöglichkeit und schaltete das Triebwerk kurz vor dem Einkurven in den Endanflug ab.
- Fahrwerk rastet nicht ein: Das Fahrwerk wurde so spät ausgefahren, dass es nie einrastete; beim Aufsetzen wurde es zurück in den Rumpf gedrückt.
- Harte Landung auf dem Rumpf: Das Segelflugzeug schlug mit dem Rumpf hart auf dem abschüssigen Gelände auf, wobei Rumpfschale und Sitzschale brachen und die Cockpithaube einen Sprung bekam.