Ka 8B schießt nach spätem Aufsetzen über das Ende der Außenlandewiese hinaus
Ein Pilot wurde schwer verletzt und das Segelflugzeug zerstört, als es am Ende eines Außenlandefeldes über eine 10 m hohe Geländekante hinausrollte. Weder der Abflugplatz noch ein näherer Platz war erreichbar; der Pilot wählte eine zuvor überflogene Wiese. Den Endanflug flog er bei Rückenwind im Seitengleitflug mit ausgefahrenen Bremsklappen und setzte erst in der Feldmitte mit rund 80 km/h auf, 83 m vor dem Feldende. Mit 40 bis 50 km/h überflog das Segelflugzeug die Kante, stieß mit der linken Tragfläche gegen eine Straßenlaterne und blieb mit dem Leitwerk voran auf der Wiese darunter liegen. Der Rückenwindanteil war unterschätzt worden.
- Segelflug ab Unterwössen: Nach dem Ausklinken rund 900 m über Platzhöhe nutzte der Pilot Aufwinde im Umkreis von etwa 10 km um den Flugplatz und erreichte rund 1900 m MSL.
- Ständiges Sinken, kein Rückweg: Ab etwa 12:42 Uhr UTC sank das Segelflugzeug ständig. Weder der 21 km entfernte Heimatflugplatz noch der 9 km entfernte nächste Flugplatz waren erreichbar.
- Feld aus der Luft gewählt: Der Pilot entschied sich für eine Wiese mit niedrigem Bewuchs, die er fünf Minuten zuvor in rund 1050 m MSL überflogen hatte, und flog sie ab rund 750 m MSL direkt an.
- Endanflug mit Rückenwind, zu hoch: Der Endanflug erfolgte mit Rückenwind. Als der Pilot merkte, dass er zu weit kommen würde, baute er im Seitengleitflug mit ausgefahrenen Bremsklappen Höhe ab.
- Aufsetzen in der Feldmitte: Das Segelflugzeug setzte in der Mitte der Wiese mit rund 80 km/h über Grund auf; bis zur Geländekante blieben noch etwa 83 m. Der Pilot steuerte auf die linke diagonale Ecke zu.
- Über die Kante gegen eine Laterne: Das Segelflugzeug überflog die Geländekante mit 40 bis 50 km/h, stieß mit der linken Tragfläche gegen eine Straßenlaterne und blieb mit dem Leitwerk voran auf der Wiese darunter liegen.