DG-400 kollidiert im Kreisflug mit einem zu spät bemerkten Gleitschirm
Ein Gleitschirmpilot wurde schwer verletzt und sein Schirm zerstört, als eine kreisende DG-400 in rund 2700 m mit ihm kollidierte. Der Pilot der DG-400 hatte an einem Kamm Aufwind gefunden und kreiste mit rund 60° Querlage; er nahm den auf gleicher Höhe nach Westen fliegenden Gleitschirm erst beim Zusammenstoß von links unten wahr. Das Segelflugzeug kippte rund 45° nach vorne; er fing es ab und landete in Altenrhein mit Schäden an beiden Flächen. Der Gleitschirmpilot zog den Retter und landete auf rund 2300 m. Ursache: zu späte Erkennung der Kollisionsgefahr bei eingeschränkter Sicht beider Piloten und fehlendem FLARM am Gleitschirm.
- Aufwind an einem Kamm: Nach dem Überqueren des Arlbergpasses flog der Pilot nach links an einen Gebirgskamm heran und fand dort Aufwind.
- Kreisen mit 60° Querlage: Er kreiste im Uhrzeigersinn mit rund 60° Querlage und rund 110 km/h und stieg dabei mit etwa 1,5 m/s.
- Gleitschirm auf gleicher Höhe: Ein Gleitschirm flog über demselben Gelände nach Westen, auf rund 2700 m und damit auf der Höhe, auf der das Segelflugzeug kreiste.
- Beide zu spät wahrgenommen: Die Querlage schränkte die Sicht des Segelflugpiloten ein, der Schirm die Sicht des Gleitschirmpiloten nach oben. Am Gleitschirm war kein FLARM vorhanden.
- Zusammenstoß: Der Segelflugpilot nahm eine rote Kappe von links unten erst beim Zusammenstoß wahr. Beide Profilnasen und die linke Hinterkante wurden beschädigt; der Gleitschirm wurde zerstört.
- Abfangen und Landung am Retter: Das Segelflugzeug kippte rund 45° nach vorne; der Pilot fing es mit dem Höhenruder ab und landete in Altenrhein. Der Gleitschirmpilot löste den Retter aus und landete schwer verletzt auf rund 2300 m.