ASW 19 trudelt aus 40 m über den Baumwipfeln am Ende eines Grats
Ein Pilot wurde schwer verletzt und das Segelflugzeug zerstört, als es 40 bis 50 m über den Baumwipfeln nach rechts abkippte und in die Bäume trudelte. Auf dem Rückflug von St. Johann in Tirol stieg der Pilot auf rund 2990 m MSL, überquerte das Inntal und glitt stetig sinkend am Grat nach Westen. Die Geschwindigkeit über Grund nahm laufend ab. Am Ende des Grats unterschritt das Segelflugzeug bei plötzlichen Windänderungen wahrscheinlich die Mindestfluggeschwindigkeit. Beide Tragflächen brachen an den Bäumen ab. Der Pilot meldete der Polizei einen Schlag gegen die rechte Tragfläche; ein Einschlag ließ sich weder belegen noch ausschließen.
- Rückflug im Gleitflug am Grat: Auf dem Rückweg zum Heimatflugplatz in Bayern klinkte der Pilot in rund 1250 m MSL aus, stieg in guter Thermik auf rund 2990 m MSL, überquerte das Inntal und glitt nach Westen am Grat entlang.
- Stetiges Sinken, kein Steigen mehr: Der Gleitflug führte in annähernd gerader Linie nach Westen mit stetigem Sinken am Grat entlang zu einem Joch; weitere Höhe wurde nicht gewonnen.
- 40 bis 50 m über den Baumwipfeln: Im Kammbereich auf rund 1637 m MSL verblieben dem Segelflugzeug nur noch 40 bis 50 m Höhe über den Baumwipfeln.
- Abnehmende Geschwindigkeit über Grund: Die Auswertung des Flugweges ergab kurz vor dem Unfall eine ständig geringer werdende Geschwindigkeit über Grund.
- Abkippen und Trudeln nach rechts: Am Ende des Grats unterschritt das Segelflugzeug bei plötzlichen Änderungen von Windrichtung und Windgeschwindigkeit wahrscheinlich die Mindestfluggeschwindigkeit, kippte nach rechts ab und trudelte.
- Tragflächen in den Bäumen abgerissen: Die Tragflächen berührten die Bäume und brachen ab, der Rumpf schlug auf dem steilen Untergrund auf. Der Pilot wurde aus dem Cockpit geschleudert und schwer verletzt.