Discus-2cT überzieht im engen Kreis unter Gipfelniveau
Ein Pilot kam ums Leben und das Segelflugzeug wurde zerstört, als es beim Kreisen nahe einer Bergflanke bei Zederhaus überzog und auf Fels prallte. Nach viereinhalb Stunden Streckenflug aus Bayern nutzte der Pilot auf dem Rückweg in etwa 100 m AGL Aufwind; der Hilfsmotor blieb eingefahren. Er kurvte nach rechts ein, stieg auf rund 2350 m MSL und hielt die Kurve zum steil ansteigenden Gelände. Nach knapp einem halben Vollkreis hatte das Segelflugzeug Rückenwind und sank unter Gipfelniveau. Er verkleinerte den Radius und zog am Steuerknüppel, um dem Gelände auszuweichen; das Halten der Höhe führte in der steileren Kurve zum Strömungsabriss.
- Streckenflug, Rückweg: Der Pilot war seit rund viereinhalb Stunden auf einem Streckenflug aus Bayern über die Tiroler und Salzburger Alpen unterwegs und flog vom südlichen Wendepunkt nach Nordwesten.
- 58 Stunden in zwei Jahren: Der Pilot hatte rund 711 Flugstunden insgesamt, in den letzten zwei Jahren jedoch 58 Stunden bei 34 Starts; die Untersuchung beurteilte den Trainingsstand als mäßig.
- Steigversuch in 100 m AGL: Der Pilot versuchte in einem Aufwindfeld in etwa 100 m AGL zu steigen, offenbar in relativ engen Kreisen, bei eingefahrenem Hilfsmotor.
- Kurve zum ansteigenden Gelände gehalten: Der Pilot kurvte nach rechts ein und stieg dabei auf rund 2350 m MSL. Er hielt die Kurve bei, die auf steil ansteigendes Gelände zeigte.
- Rückenwind, Sinken unter Gipfelniveau: Nach knapp einem halben Vollkreis hatte das Segelflugzeug Rückenwind und begann zu sinken, unter das Niveau der umliegenden Gipfel.
- Strömungsabriss und Aufprall auf Fels: Der Pilot zog den Radius enger und am Steuerknüppel, um dem Gelände auszuweichen. Beim Versuch, die Höhe zu halten, riss in der steileren Kurve die Strömung ab; zum Abfangen fehlte die Höhe.