LS4 berührt beim Einkurven zur Wiese mit dem Winglet den Boden
Ein Pilot wurde schwer verletzt und das Segelflugzeug zerstört, als beim Einkurven in Bodennähe zu einer Außenlandewiese ein Winglet den Boden berührte. Nach dem Ausklinken in etwa 1785 m MSL über einem Höhenzug südlich des Startflugplatzes sank das Segelflugzeug bei der Aufwindsuche nahezu ununterbrochen. Ein Zeuge sah es in 200 bis 300 m AGL neben einem Flugplatz kreisen, dann abfliegen und über einer Autobahn immer tiefer kreisen. Der Anflug führte über bebautes Gebiet zu einer Wiese neben Wohnhäusern; beim Linkseinkurven berührte das linke Winglet das Gras. Hinweise auf unfallursächliche Mängel ergaben sich nicht.
- Rundflug mit zwei weiteren Seglern: Der Pilot startete im Flugzeugschlepp von Lanzen-Turnau zu einem Rundflug über das Mürztal mit befreundeten Piloten in zwei weiteren Segelflugzeugen und wollte dorthin zurückkehren.
- Nahezu ununterbrochenes Sinken: Nach dem Ausklinken in etwa 1785 m MSL über einem Höhenzug südlich des Flugplatzes fand das Segelflugzeug auf der Südseite keinen Aufwind und sank nahezu ununterbrochen.
- Flugplatz in 200-300 m AGL überflogen: Ein Zeuge sah das Segelflugzeug in 200 bis 300 m AGL einmal neben einem Flugplatz kreisen und dann weiterfliegen. Den Zeugen, selbst Segelflieger, wunderte der Weiterflug statt einer Landung dort.
- Tiefer werdende Kreise über der Autobahn: Weitere Kreise über der Autobahn nahe einer Raststation brachten das Segelflugzeug stetig tiefer, bis es hinter Häusern außer Sicht geriet.
- Anflug über bebautes Gebiet: Der Anflug zur Außenlandung führte über den bebauten Ortsbereich zu einer landwirtschaftlich genutzten Wiese unmittelbar neben Wohnhäusern.
- Winglet berührt beim Einkurven das Gras: Beim Linkseinkurven zur Wiese in Bodennähe berührte das linke Winglet das Gras. Das Segelflugzeug stürzte aus geringer Höhe ab und wurde zerstört. Der Pilot wurde schwer verletzt.