Ventus cM stürzt nach drei Pendelbewegungen im Flugzeugschlepp in einen Fluss
Der Pilot eines Ventus cM wurde schwer verletzt, das Flugzeug zerstört, als er im Schlepp überzog und es in einen Fluss fiel. Ohne Bugkupplung wurde das Seil an der Schwerpunktkupplung eingehängt. Kurz nach dem Abheben stieg das Segelflugzeug steil über die Schleppmaschine; der Pilot drückte und kam zu tief, zog und kam wieder zu hoch, das Pendeln wiederholte sich dreimal. In 50 m AGL kurvte der Schlepp wie üblich nach rechts wegen einer Stromleitung. Als der Segler erneut überhöht und nahezu überzogen stand, fuhr der Pilot die Bremsklappen aus. Die Sollbruchstelle riss, die Fahrt fiel ab, die Strömung riss über der rechten Tragfläche ab.
- Schlepp an der Schwerpunktkupplung: Das Segelflugzeug hatte keine Bugkupplung, daher wurde das Schleppseil für den Start von Piste 33 an der Schwerpunktkupplung eingehängt.
- Wenig Erfahrung auf dem Muster: Die Untersuchung stufte die Erfahrung des Piloten auf dem Ventus cM als gering ein.
- Steiles Übersteigen der Schleppmaschine: Kurz nach dem Abheben stieg das Segelflugzeug laut einem Augenzeugen in sehr steilem Winkel über die Schleppmaschine und stand danach deutlich überhöht.
- Drei Pendelbewegungen: Der Pilot drückte und kam zu tief, zog und kam wieder zu hoch; die Pendelbewegung um die normale Schleppbahn wiederholte sich dreimal, ohne dass eine stabile Position erreicht wurde.
- Bremsklappen in 50 m AGL ausgefahren: Als der Schlepppilot nach rechts einer Stromleitung auswich, stand das Segelflugzeug erneut überhöht und nahezu überzogen. Der Pilot fuhr die Bremsklappen aus, die Sollbruchstelle riss.
- Überziehen in den Fluss: Die Fahrt fiel rasch ab, die Strömung riss über der rechten Tragfläche ab und das Segelflugzeug stürzte in die Donau. Der Pilot wurde schwer verletzt; die Schleppmaschine landete ohne Vorkommnisse.