Twin Astir sinkt beim Hangflug im dritten Alleinflug in die Bäume
Ein Flugschüler wurde schwer verletzt und das Segelflugzeug zerstört, als es beim Hangflug in bewaldetes Gelände sank. Nach zwei Jahren Ausbildung war der Pilot am Vormittag erstmals zum Alleinflug freigegeben worden; nach zwei Platzrunden von zusammen 17 Minuten folgte der Auftrag, an der Koralpe zu segeln und zurückzukehren. Der Pilot klinkte in etwa 1200 m MSL aus; ohne Höhengewinn glitt das Segelflugzeug mit stetigem Sinken nach Südosten, bis es über Wald die Mindestflughöhe unterschritt. Der Fluglehrer mahnte über Funk, „nicht so weit zuzufliegen“; kurz darauf kollidierte die linke Tragfläche mit zwei Fichten in etwa 16 und 14 m Höhe.
- Hangflug im dritten Alleinflug: Am Vormittag zum Alleinflug freigegeben, erhielt der Pilot nach zwei Platzrunden von zusammen 17 Minuten den Auftrag, an der Koralpe zu segeln und zum Flugplatz zurückzukehren.
- Flugschüler, 47 Stunden: Der Pilot war Flugschüler mit rund 47 Flugstunden und 209 Landungen, alle auf dem Muster, nach etwa zwei Jahren Ausbildung.
- Kein Steigen nach Ausklinken in 1200 m: Der Pilot klinkte in etwa 1200 m MSL beim Schoberkogel aus und flog einige Minuten im Bereich des Bergs, ohne nennenswert Höhe zu gewinnen.
- Stetiges Sinken Richtung Wald: Der Gleitflug führte mit stetigem Sinken nach Südosten. Ein örtlicher Abwind war als beitragender Faktor nicht auszuschließen.
- Unter Mindestflughöhe über Wald: Das Segelflugzeug unterschritt über bewaldetem Gelände die Mindestflughöhe. Der Fluglehrer mahnte über Funk, „nicht so weit zuzufliegen“.
- Flügelspitze in den Wipfeln abgerissen: Die linke Tragfläche kollidierte in etwa 16 und 14 m Höhe mit zwei Fichten; 2,2 m der Spitze rissen ab. Das Flugzeug stürzte fast senkrecht ab. Der Pilot wurde schwer verletzt.