Ka 6 CR schlägt auf beengter Außenlandewiese mit der Nase voran auf
Ein Pilot wurde schwer verletzt und das Segelflugzeug zerstört, als es bei einer Außenlandung neben Wohnhäusern aufschlug – am Ende eines achtstündigen Streckenflugs über 388 km. Die Thermik ließ gegen Abend nach; ein letzter Steigversuch endete rund 660 m über Grund, der Talkessel war nicht mehr zu überfliegen. Der Pilot entschied sich für eine gemähte Wiese von etwa 130 mal 30 m mitten im Siedlungsgebiet, begrenzt von einem Bach, Bäumen und Gebäuden; südlich des Ortes lagen besser geeignete Felder. Der Anflug erfolgte mit etwa 110 km/h und Bremsklappen. Der Pilot fing zu spät ab, die Ka 6 prallte mit der Rumpfnase auf, das Cockpit riss ab.
- Außenlandung nach nachlassender Thermik: Am Ende eines achtstündigen Streckenflugs über 388 km aus Deutschland ließ die Thermik nach; der Pilot konnte nicht mehr genug Höhe für das Überfliegen des Tals gewinnen.
- Steigversuch endete in 660 m über Grund: Ein letzter Steigversuch bei Lofer endete in etwa 1300 m MSL, rund 660 m über Grund; damit war eine Außenlandung unausweichlich.
- Beengte Wiese spät gewählt: Die gewählte Wiese maß etwa 130 mal 30 m und lag im Siedlungsgebiet, begrenzt von einem Bach, Bäumen und Wohnhäusern. Südlich des Ortes lagen besser geeignete Felder.
- Schneller Anflug auf enges Feld: Der Pilot flog den Endanflug mit etwa 110 km/h und ausgefahrenen Bremsklappen, weil beim Überfliegen des kurzen Feldes eine Kollision mit Gebäuden drohte.
- Zu spät abgefangen: Der Pilot leitete den Abfangbogen zu spät ein, und die Ka 6 prallte mit der Rumpfnase auf den Boden.
- Cockpit beim Aufprall abgerissen: Cockpit und Instrumentenpilz brachen ab, die rechte Tragfläche berührte den Boden, und das Segelflugzeug drehte sich nach rechts und kam 20 m weiter zum Stehen. Der Pilot wurde schwer verletzt.