PIK-20D überzieht und trudelt nach tiefem Ausklinken des Windenseils
Ein Pilot wurde schwer verletzt und das Segelflugzeug zerstört, als es beim Windenstart überzog, trudelte und auf ein Feld neben der Piste stürzte. Kurz nach dem Abheben spürte der Pilot ein Abfallen der Fahrt und ein Abkippen über die rechte Tragfläche, klinkte das Seil tief aus, um auf der Piste zu landen, gab volles Querruder nach links und drückte, um Fahrt aufzunehmen. Der Anstellwinkel blieb zu hoch: Die Strömung riss über der rechten Tragfläche ab, das Flugzeug trudelte zu Boden. Die selbst gebaute Winde erbrachte die geforderte Leistung; dem Windenfahrer fiel nichts auf. Der Pilot hatte rund 126 Flugstunden, sechs auf dem Muster.
- Windenstart: Das Segelflugzeug startete mit der Winde in Altlichtenwarth zu einem Thermikflug; einen früheren Start hatte der Pilot wegen noch schwacher Thermik verschoben.
- Sechs Stunden auf dem Muster: Der Pilot hatte rund 126 Flugstunden insgesamt, davon nur etwa sechs auf dem PIK-20D, und war in den letzten 30 Tagen gar nicht geflogen.
- Fahrt schien abzufallen: Kurz nach dem Abheben spürte der Pilot ein Abfallen der Fahrt und bemerkte, dass die rechte Tragfläche abkippte.
- Seil in geringer Höhe ausgeklinkt: Der Pilot brach den Windenschlepp ab und klinkte das Seil in geringer Höhe aus, um auf der verbleibenden Piste zu landen.
- Anstellwinkel blieb zu hoch: Der Pilot hielt vollen Querruderausschlag nach links gegen das Abkippen und drückte den Steuerknüppel, doch das Flugzeug geriet dennoch in einen überzogenen Flugzustand.
- Strömungsabriss und Trudeln: Die Strömung riss über der rechten Tragfläche ab und das Segelflugzeug ging ins Trudeln.
- Aufprall auf Feld neben der Piste: Das Segelflugzeug schlug auf einem Acker links neben der Piste auf und wurde zerstört. Der Pilot wurde schwer verletzt.