Duo Discus T landet hart auf ungeeigneter Wiese nach spätem Außenlandeentschluss
Ein Passagier wurde schwer verletzt und das Segelflugzeug erheblich beschädigt, als es bei einer Außenlandung hart auf einer Bergwiese aufsetzte. Westlich des letzten Aufwinds fand der Pilot nichts mehr, kehrte in ein Tal zurück und fuhr den Hilfsantrieb unterhalb der im Flughandbuch vorgeschriebenen Mindesthöhe von 300 m AGL aus. Er fuhr ihn wieder ein und wählte die einzige noch erreichbare Wiese. Die Landung war so hart, dass die Kabinenhaube zerbarst; beim Ausrollen durchdrang das Flugzeug einen Wildzaun. Die Entscheidung zur Außenlandung fiel zu spät und zu tief; die gewählte Wiese war ungeeignet, zuvor hatte es bessere gegeben.
- Streckenflug im Bergland: Der Pilot startete mit einem Passagier von Wiener Neustadt Richtung Salzburg, klinkte in etwa 1300 m MSL aus dem Flugzeugschlepp aus und nutzte die Hänge entlang der Route.
- Aufwind bleibt aus: Nach dem letzten Steigen flog der Pilot weiter nach Westen, fand nichts mehr und kehrte in etwa 1150 m MSL in ein Tal zurück.
- Hilfsantrieb zu tief ausgefahren: Um das Sinken zu stoppen, fuhr der Pilot den Hilfsantrieb unterhalb der im Flughandbuch vorgeschriebenen Mindesthöhe von 300 m AGL aus und fühlte sich im Tal eingekesselt.
- Antrieb eingefahren, Wiese gewählt: Der Pilot fuhr den Hilfsantrieb wieder ein und wählte die einzige noch erreichbare Wiese. Bessere Felder lagen bereits hinter ihm.
- Harte Landung: Die Landung war so hart, dass die Kabinenhaube zerbarst. Der Pilot bremste am Boden, während das Flugzeug auf der abschüssigen Wiese ausrollte.
- Zaunkollision beim Ausrollen: Das Flugzeug durchdrang mit dem Rumpf einen Wildzaun und rollte wenige Meter zurück. Der Passagier wurde schwer verletzt.