Discus-2c schlägt nach tiefem Ausklinken und spätem Nachdrücken hart auf
Der Pilot wurde schwer verletzt und das Segelflugzeug erheblich beschädigt, als der Windenstart in etwa 10 m AGL abbrach. Ein Windenfahrer in Einweisung nahm kurz nach dem Abheben die Seilgeschwindigkeit zurück; mangels Zug öffnete sich der Seilfallschirm und das Seil klinkte aus. Der Pilot bemerkte das Ausklinken nicht und drückte erst nach, als die Fluggeschwindigkeit stark abgenommen hatte. In dieser Höhe gelang ihm das Abfangen nicht mehr; das Segelflugzeug schlug mit hoher Sinkgeschwindigkeit auf, die Rumpfröhre brach. Hinweise auf technische Mängel ergaben sich nicht. Seit 2007 hatte der Pilot keine Startunterbrechung erlebt oder geübt.
- Windenstart: Der Pilot führte den ersten Windenstart des Tages in Innsbruck (581 m MSL) an der Schwerpunktkupplung bei leichtem Rückenwind durch.
- Windenfahrer in Einweisung: Ein Windenfahrer in Einweisung bediente die Winde unter Aufsicht. Es war seine erste Windenfahrt der Saison und sein erster Start mit diesem Muster.
- Seilgeschwindigkeit zurückgenommen: Kurz nach dem Abheben nahm der Windenfahrer die Seilgeschwindigkeit zurück. Der Zug ließ nach, der Seilfallschirm öffnete sich und das Seil klinkte in etwa 10 m AGL aus.
- Ausklinken bleibt unbemerkt: Der Pilot bemerkte das Ausklinken nicht und wartete auf den Zug. Der Einweiser rief „Vollgas“, doch das Seil hatte sich bereits gelöst.
- Fluggeschwindigkeit nimmt ab: Der Pilot drückte erst nach, als die Geschwindigkeit bereits stark abgenommen hatte. Ein Zeuge forderte über Funk zum Nachdrücken auf.
- Harter Aufprall im Sackflug: Das Segelflugzeug schlug mit hoher Sinkgeschwindigkeit auf und rutschte etwa 28 m weit. Der Pilot wurde schwer verletzt, die Rumpfröhre brach.