DG-400 überzieht im Leerotor beim Umfliegen eines Grats in geringer Höhe
Ein Pilot kam ums Leben, als das Segelflugzeug im Gebirgsflug überzog und auf felsigem Gelände aufschlug. Nach einem Eigenstart in Klagenfurt stellte er den Motor in 2300 m MSL ab und flog drei Stunden entlang der Grenzkämme. Als die Thermik nachließ, umflog er einen Berg in geringer Höhe; in einer Rechtskurve flog er in den beschatteten Leebereich. Die Fahrt nahm ab, die Sinkrate stieg, er verlor die Kontrolle. Eine Südwestströmung mit 15 Knoten wurde am Kamm verstärkt; das Segelflugzeug geriet mit hoher Wahrscheinlichkeit in einen Leerotor. Offenbar wollte er aussteigen: Er hatte die Gurte gelöst, die Haube jedoch nicht abgeworfen.
- Eigenstart in Klagenfurt: Der Pilot startete mit dem Klapptriebwerk von der Grasbahn in Klagenfurt, stieg auf etwa 2300 m MSL und stellte den Motor gegen 11:44 Uhr UTC ab.
- Hangflug an der Grenze: Rund drei Stunden flog er entlang der Kämme an der österreichisch-slowenischen Grenze nach Süden. Am Nachmittag ließ die Thermik nach, der Sonnenstand hatte sich verändert.
- Umfliegen des Berges im Lee: Gegen 14:39 Uhr UTC umflog er den Weinasch in geringer Höhe. In einer Rechtskurve flog er in den beschatteten nordöstlichen Leebereich des Kamms.
- Fahrt nimmt ab, Sinkrate steigt: Eine Südwestströmung mit 15 Knoten wurde über dem Kamm verstärkt und erzeugte starke Leeverwirbelungen. Die Geschwindigkeit nahm ab, die Sinkrate stieg an.
- Versuch, das Flugzeug zu verlassen: Das Segelflugzeug geriet mit hoher Wahrscheinlichkeit in einen Leerotor und überzog; der Pilot verlor die Kontrolle. Er löste die Gurte, die Haube wurde jedoch nicht vollständig abgeworfen.
- Aufprall auf felsigem Gelände: Das Segelflugzeug schlug am Berghang auf felsigem Gelände auf und wurde zerstört. Der Pilot kam ums Leben.