DG-600 überzieht in tiefer Umkehrkurve nach Übersteigen der Schleppmaschine
Ein Pilot kam ums Leben, als seine eigenstartfähige DG-600 in einer tiefen Umkehrkurve überzog und in Bäume stürzte. Beim frühen Schlepp zum Wellenflug beschlug in kalter Luft die Haube, und bei tiefer Sonne verlor er die Sichtreferenzen. Da er die Schlepplage nicht hielt, überstieg das Segelflugzeug die Schleppmaschine und drückte deren Nase nach unten; beide klinkten aus. Er kehrte tief mit etwa 40° Querneigung um; die Geschwindigkeit sank auf rund 70 km/h, unter die Überziehgeschwindigkeit, und das Segelflugzeug schlug in die Bäume. Die Untersuchung nannte einen wahrscheinlichen Sichtreferenzverlust durch Beschlag und Blendung.
- Früher Schlepp zum Wellenflug: Der Pilot startete früh im Flugzeugschlepp zu einem Wellenflug in den Pyrenäen, in kalter, gesättigter Luft.
- Haubenbeschlag, tiefe Sonne: Vermutlich beschlug die Haube, und bei tiefstehender Sonne von vorn verlor der Pilot wohl seine äußeren Sichtreferenzen.
- Übersteigen; beide klinken aus: Da er die Schlepplage nicht halten konnte, überstieg das Segelflugzeug die Schleppmaschine und drückte deren Nase nach unten; beide Piloten klinkten aus.
- Tiefe, steile Umkehrkurve: Der Pilot begann in geringer Höhe eine 180°-Umkehrkurve mit etwa 40° Querneigung.
- Strömungsabriss, Absturz in Bäume: Die Geschwindigkeit sank unter die Überziehgeschwindigkeit für diese Neigung; das Segelflugzeug überzog und schlug fast senkrecht in Bäume. Der Pilot kam ums Leben, das Segelflugzeug wurde zerstört.