Ungesicherter Höhenruderanschluss; ASW 20 F stürzt beim Start ab
Bei einem Wettbewerb in Bailleau-Armenonville verunglückte eine Centrair ASW 20 F beim Start; der Pilot wurde schwer verletzt, das Flugzeug zerstört. Er hatte am Vortag außengelandet; die ASW 20 wurde am Unfallmorgen mit Hilfe einer musterunkundigen Person aufgerüstet, das L'Hotellier-Höhenruder-Gelenk wahrscheinlich ohne Splint montiert. Nach dem Start hüpfte sie mehrfach, kippte am Pistenende über 30 Grad Nase oben und stieg auf etwa 35 m; der Pilot klinkte aus und stürzte rund 70 m vor Schwelle 18 ab. Das getrennte Gelenk erklärt den Höhenruderausfall — alternativ Verschleiß plus Aufsetzer möglich.
- Schleppstart beim Wettbewerb: Der Pilot nahm mit einer ASW 20 F, die er seit 2021 besass und deren Montagerisiko am Höhenruder er kannte, an den Nationalmeisterschaften teil und startete im Schlepp bei ruhigem Wetter.
- Wiederaufbau am Unfalltag: Der Pilot hatte am Vortag (2. Juni) außengelandet und den Segler abgerüstet. Am Unfalltag (3. Juni) wurde der Segler mit Hilfe einer weiteren Person wieder aufgebaut.
- Helfer mit dem Muster nicht vertraut: Der Helfer beim Wiederaufbau kannte dieses Muster nicht; die Organisatoren hatten wiederholt zur Kontrolle der Steuerwerk-Verbindung gemahnt — der einzige Segler mit manueller Verbindung.
- L'Hotellier-Gelenk, kein Sicherungsstift: Das Höhenruder nutzt ein L'Hotellier-Kugelgelenk mit optionalem Sicherungsstift, nie verwendet vom Piloten; seine Kontrolle blieb rein visuell und erkannte unvollständiges Einrasten nicht.
- Abnormaler Gelenkverschleiß: Der Kugelkopf zeigte eine Abflachung von 0,3 mm, dreimal über der Wartungsgrenze, unerkannt bei der letzten Inspektion; das Gelenk war über 30 Jahre alt, jenseits des Austauschintervalls.
- Höhenruder-Gelenk löst sich beim Start: Beim Startlauf hüpfte der Segler mehrfach und hob die Nase plötzlich über 30° an; der Pilot drückte vorwärts, doch das Höhenruder reagierte nicht mehr, der Segler stieg auf etwa 35 m.
- Ausklinken auf ca. 35 m: Der Pilot klinkte das Schleppseil auf etwa 35 m aus; Zeugen sahen den Segler sinken, während der Pilot die Wölbklappen in Minusstellung setzte, kurz vor dem Aufprall in Plusstellung.
- Unkontrolliertes Absacken, Absturz: Der Segler prallte heftig auf den Boden; das Cockpit wurde beschädigt, das Kugelgelenk fand sich getrennt. Der Pilot wurde schwer verletzt; der Schlepppilot landete ohne Zwischenfall.