JS3 überschießt die Bahn nach hohem Anflug bei überschätztem Wind
Eine Jonker JS3 überschoss die Bahn von La Motte-du-Caire und kollidierte mit Bewuchs; der Pilot blieb unverletzt, die JS3 wurde schwer beschädigt. In Erwartung von 30 km/h Wind und möglichen Rotoren, die ausblieben — tatsächlich herrschte nur eine schwache Talbrise —, flog der Pilot bewusst hoch an. Im Queranflug gewann die JS3 rund 30 m; volle Bremsklappen und Wölbklappen brachten sie nicht zurück, und das empfohlene Abtauchen auf den Gleitpfad wurde nicht geflogen. Nach abgebrochener Umkehr wich er zum Notparkplatz und einem dahinterliegenden Feld aus.
- Rückkehr nach Lokalflug: Nach rund 3 h 30 lokalem Streckenflug kehrte der Pilot zur Vélisurface La Motte-du-Caire zurück und konfigurierte die JS3 für die Landung auf der ansteigenden Nordpiste.
- Bewusst hoher Anflug: Der Pilot ging von starkem Wind mit möglichen Rotoren über der Piste aus und flog bewusst einen hohen Anflug; der tatsächliche Wind war deutlich schwächer, ohne Rotoren.
- Wetterinfo nicht abgefragt: Der Pilot fragte keine Wetterinformation über Funk ab, obwohl er dies früher getan hatte; ein Fluglehrer hatte ihn zuvor vor einem Flug unterhalb des Referenzhügels gewarnt.
- Begrenzte lokale Erfahrung: Zehn Jahre Sommerbesuche in La Motte-du-Caire, aber nur 6 Flüge dort im Jahr 2023 und 3 im Jahr 2024 auf der JS3, davon nur 2 mit nordseitigen Landungen.
- Höhengewinn im Queranflug: Beim Eindrehen in den Queranflug stieg die Fahrt von 120 auf 155 km/h, und das Segelflugzeug gewann etwa 30 m Höhe, möglicherweise durch Thermik oder Piloteneingaben.
- Volle Bremskraft eingesetzt: Da der Pilot erkannte, zu hoch und zu schnell zu sein, fuhr er Bremsklappen und Klappen vollständig auf Position L aus und setzte den Anflug über der Piste fort.
- Abgebrochene 180°-Kurve, späte Umlenkung: Bei einem Drittel der Piste, noch 75 m hoch, erwog der Pilot kurz eine 180°-Kurve, zielte dann auf den Notabstellplatz, hielt dies für zu knapp und flog ins Feld dahinter.
- Anflugkorrektur nicht eingeplant: Der Pilot wandte das veröffentlichte Rückholverfahren für einen zu hohen Endanflug nicht an, das bei vollen Bremsklappen eine steile Nase-unten-Lage bis zum Gleitweg vorsah.
- Vegetationsberührung, Bodenaufprall: Noch in der Luft nach dem Notabstellplatz berührte die JS3 Vegetation und schlug 40 m weiter auf dem Boden auf; das Flugzeug wurde stark beschädigt, der Pilot blieb unverletzt.