LS6-18w späte Außenlandung — steiler Bodenaufschlag

Argentine, France Rolladen-Schneider LS6-18w

Bei einem Außenlandeversuch nahe Argentine in Savoyen schlug eine Rolladen-Schneider LS6-18w in steiler Lage am Hang auf; der Pilot wurde schwer verletzt, das Flugzeug zerstört. Nach 4 Stunden Streckenflug in den Alpen ab Fayence-Tourrettes traf er im Maurienne-Tal auf ungünstige Bedingungen und verlor in den letzten 10 min rund 650 m, womit der lokale Bereich des nächsten Flugplatzes und der gelisteten Sicherheitsflächen verlassen wurde. Die LS6 schlug in steiler Lage über 30 Grad Nase tief mit rechter Schräglage auf. Geringe Erfahrung im Maurienne-Tal und mögliche Dehydrierung trugen bei.

  1. Streckenflug ab Fayence: Der Pilot startete per Flugzeugschlepp um 11:26 Uhr ab Fayence-Tourrettes Piste 10L und flog nach Norden über die südlichen Alpen. Um ca. 14:00 Uhr erreichte er das Mauriennetal auf etwa 2.700 m. Er nutzte kurz Thermik bei Saint-Jean-de-Maurienne und setzte den Flug nördlich entlang des südwestexponierten Hanges fort.
  2. Wenig Erfahrung im Mauriennetal: Pilot 75 Jahre alt, Segelflugschein seit 1968, ca. 6.400 Gesamtstunden, ehemaliger Fluglehrer 1976–2015. Gewohnt an lange Streckenflüge in den südlichen Alpen, jedoch kaum oder keine Vorkenntnis des Mauriennetals. Der Chefpilot des AAPCA zeigte sich überrascht, den Piloten in diesem Sektor zu sehen. Dies wird als beitragender Faktor gewertet.
  3. Mögliche Dehydrierung: Am Unfallort wurden keine Wasserflaschen gefunden; ob der Pilot Wasser an Bord hatte, konnte nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass mangelnde Flüssigkeitszufuhr die kognitive Leistungsfähigkeit — Konzentration, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wachheit — beeinträchtigen kann. Außentemperatur 29 °C.
  4. Ungünstige Aerologie im Mauriennetal: Am westexponierten Hang im Mauriennetal begrenzte Hochzirrus die Thermikentwicklung; schwacher und wechselnder Wind verhinderte dynamischen Hangaufwind. In der Nähe des Unfallorts war auf den Luvhängen schwacher Hangaufwind vorhanden, jedoch keine Thermik im Tal selbst.
  5. Erreichbare Optionen überfliegen: Der Segler verlor in den letzten 10 Minuten über ca. 15 km etwa 650 m, die Sinkrate erreichte −5 m/s. Der Pilot überflog die Einflugzone des nächsten Flugplatzes (Saint-Rémy-de-Maurienne, ca. 14 km südlich) sowie die eingetragenen Sicherheitsflächen (Aiton, ca. 12 km NW laut Alpen-Sicherheitsflächenführer).
  6. Richtungsänderung zur Außenlandung: Auf 570 m (215 m AGL), 2,5 km vor dem Aufprallort, verlässt der Segler die Reliefkante. Der Pilot führte eine 180°-Kurve auf 410 m (80 m AGL) durch. Der letzte aufgezeichnete FLARM-Punkt lag auf 30 m AGL, 900 m vor dem Aufschlag.
  7. Steiler Bodenaufschlag: Der Segler traf mit starker Nase-tief-Lage (>30°) und Rechtsneigung, Kurs ca. 030°, zwischen einer großen Eiche und einer Stromleitung auf den Boden (an beiden keine Aufprallspuren). Flügelspitzenaufschlag und Nasengrube sichtbar. Klappengriff bei ca. 0°, Bremsklappengriff in »eingefahren«-Stellung, Fahrwerksgriff in Mittelstellung (Endlage nach Aufprall unbestimmt). Pilot schwer verletzt; Segler zerstört.
Loading incidents...
Select Incident
Select Report
Filter
0/0
Incident year
1997 2024
Sort By
Search
0/0
Preferences
Save preferences locally
Enable map view
Language
Theme
About

gliderincidents.com gathers and lists soaring incident reports from official sources. The sources are indicated and linked. These reports are amended by summaries, metadata and translations, some of which have been generated utilizing machine learning (AI). You shouldn't trust the information provided here blindly, and consider reading the official incident report as a fact-check.

OR AND
Flight Phase
Circumstance
Severity Levels
Countries

Please describe what information is incorrect or needs review:

Bookmarked