Schnellere ASW 19 kollidiert von hinten mit einer DG-400 im Alpensegelflug
Zwei erfahrene Piloten wurden tödlich verletzt, als eine DG-400 und eine ASW 19 am Piz Chalchagn zusammenstießen; beide Segelflugzeuge wurden zerstört. Beide waren in Samedan zum Alpensegelflug gestartet, bei starker, zerrissener Thermik. Ein Zeuge sah sie den Gipfel etwa 100 m hoch überfliegen, wobei die ASW 19 die DG-400 von hinten überholte — schneller und etwas tiefer; der Zusammenstoß blieb unbeobachtet. Laut Spurenanalyse erfasste der Hecksporn der ASW 19 den linken DG-400-Flügel. Die DG-400 verlor Flügelteile und stürzte ab, der Rumpf der ASW 19 brach vor dem Leitwerk. Wahrscheinliche Ursache war eine ungenügende Luftraumüberwachung.
- Windenstart zum Alpenflug: Beide Piloten starteten in Samedan im Windenschlepp zu einem Alpensegelflug, die ASW 19 um 11:53, die DG-400 um 12:33 Uhr; die Flugwege bis kurz vor dem Zusammenstoß sind unbekannt.
- Annäherung über dem Gipfel: Bei starker, zerrissener Thermik näherten sich beide am Piz Chalchagn; kurz vor dem Zusammenstoß überflogen sie den Gipfel von SW nach NE in etwa 100 m Höhe.
- ASW 19 läuft von hinten auf: Ein Zeuge auf dem Gipfel sah die ASW 19 deutlich schneller und etwas tiefer von hinten an die DG-400 heranrücken.
- Geringer Kontrast, Sicht erschwert: Geringer Kontrast vor Schneefeldern und Wolkennähe kann das Erkennen erschwert haben; ob ein Pilot den anderen sah, blieb offen.
- Hecksporn erfasst den Flügel: Der Zusammenstoß blieb unbeobachtet; laut Spurenanalyse erfasste der Hecksporn der ASW 19 nach einer brüsken Kursänderung im letzten Moment die Oberseite des linken DG-400-Flügels.
- Beide Segelflugzeuge zerbrechen: Die DG-400 verlor etwa 2,9 m des linken Flügels und stürzte steil ab; der Rumpf der ASW 19 brach vor dem Leitwerk und sie fiel sofort an den Osthang.
- Absturz - beide Piloten tödlich verletzt: Beide Piloten wurden tödlich verletzt und beide Segelflugzeuge zerstört, rund 400 m voneinander entfernt am Piz Chalchagn; keiner unternahm einen Rettungsversuch.