Verfangenes zweites Windenseil macht eine ASW 19B kaum steuerbar
Eine ASW 19B wurde schwer beschädigt, nachdem sich beim Windenstart ein zweites Windenseil am Hecksporn verfing; der Pilot blieb unverletzt. Das zweite Startseil war nur etwa 2,5 m entfernt ausgelegt, sein Bremsschirm noch angehängt; beim Abheben wurde es am Sporn erfasst und mit hochgezogen. Der offene Bremsschirm machte das Segelflugzeug kaum noch steuerbar; obwohl der Pilot das Problem erkannte und in etwa 140 m ausklinkte, schlug es rechts der Piste 03 hart auf. Ungenügender Seilabstand und mangelnde Bodenorganisation trugen bei. Sobald der Bremsschirm mitgezogen war, war der harte Aufprall unvermeidbar.
- Windenstart: Der Pilot begann in Samedan auf der Piste 03 einen Windenstart mit einer ASW 19B zu einem lokalen Flug.
- Zweites Seil erfasst den Sporn: Beim Abheben verfing sich das parallele zweite Windenseil — mit noch angehängtem Bremsschirm — am Hecksporn und wurde in der Steigphase mit hochgezogen.
- Ungenügender Seilabstand: Das zweite Seil war nur etwa 2,5 m vom Startseil ausgelegt; beim Einhängen des ersten Seils wurde kein zusätzlicher Abstand geschaffen, in Startrichtung reichte er nicht.
- Mangelnde Bodenorganisation: Der Bremsschirm des zweiten Seils blieb angehängt und eine Personengruppe hielt sich daneben auf — die Gefahren des Windenbetriebs wurden am Boden zu wenig beachtet.
- Pilot klinkt Startseil aus: Als er das schlechte Steigen bemerkte, klinkte der Pilot in etwa 140 m über Grund richtig das Startseil aus.
- Kaum noch steuerbar: Mit dem offenen, mitgeschleppten Bremsschirm des zweiten Seils war das Segelflugzeug durch dessen stabilisierende Wirkung nur noch sehr beschränkt steuerbar.
- Harter Aufprall; unverletzt: Das Segelflugzeug schlug rechts der Piste 03 hart auf und wurde schwer beschädigt; der Pilot blieb unverletzt. Sobald der Bremsschirm mitgezogen war, war der Aufprall unvermeidbar.