ASK-18-Pilot fliegt nach Verlust der Sicherheitsmargen in einen Jurahang
Beim Hangflug nahe der Montagne de Romont wurde der Pilot einer ASK 18 tödlich verletzt, als das Segelflugzeug gegen einen bewaldeten Jurahang prallte; es wurde zerstört. Das Wrack wurde erst zwei Tage später gefunden. Auf seinem ersten Solo der Saison, nach sieben Monaten Pause, klinkte der Pilot auf ~1000 m aus und flog den Jura nach Osten. Der Aufwind war schwach, als die Südwestlage in Bise drehte; Höhehalten fiel schwer. Im wechselnden Wind hielt er zu wenig Marge bei Fahrt und/oder Geländeabstand und flog in die Bäume; die Fluglage blieb unklar. Ursache war das Nichteinhalten der Sicherheitsmargen; geringe jüngste Übung trug bei.
- Örtlicher Flug im F-Schlepp: Der Pilot startete in Grenchen im F-Schlepp zu einem örtlichen Übungsflug, klinkte über dem Grenchenberg aus und flog den Jura im Hangflug nach Osten ab.
- Wenig jüngste Flugpraxis: Es war der erste Alleinflug des Piloten in der Saison nach sieben Monaten Pause; zwölf Tage zuvor hatte er nur einen kurzen Checkflug im Doppelsitzer absolviert, mit wenig Erfahrung auf dem Muster.
- Grenzwertige Hangbedingungen: Am Jura drehte der Wind von schwachem Südwest auf Bise, und der Hangaufwind war schwach und lückenhaft, sodass sich die Höhe nur schwer halten ließ.
- Zu geringe Sicherheitsmargen: Beim Flug nahe dem Jurahang hielt der Pilot im wechselnden Wind keine ausreichenden Margen bei Fahrt und/oder Geländeabstand ein.
- Verlust des sicheren Flugwegs: Die zu geringen Margen führten entweder zu Sinken dicht am Hang oder unbemerkt zu geringer Fahrt, zu hoher Querlage oder Strömungsabriss, aus dem in dieser Höhe kein Abfangen mehr möglich war.
- Absturz – tödlich: Das Segelflugzeug prallte auf rund 1130 m MSL gegen einen bewaldeten Hang der Montagne de Romont und wurde zerstört; der Pilot wurde tödlich verletzt.