LS 3 prallt nach Kontrollverlust im hohen Alpenflug gegen eine Bergflanke
Der Pilot einer LS 3 wurde tödlich verletzt, als das Segelflugzeug nahe dem Wildstrubel nach Kontrollverlust gegen eine Bergflanke prallte und zerstört wurde. Nach F-Schlepp ab Zweisimmen meldete der Pilot ~3200 m MSL; das Wrack fand sich tags darauf an der Nordwestflanke auf ~3000 m. Nahe der Wolkenbasis schlug das Segelflugzeug mit dem rechten Flügelende gegen Fels. Der Pilot führte eine Videokamera mit und war nicht angeschnallt; eine Augenverletzung passte zum Sucher. Technische oder medizinische Ursachen fehlten; wahrscheinliche Ursache war ein ungeklärter Kontrollverlust, wobei Filmen und Flug nahe der Wolkenbasis angemerkt wurden.
- F-Schlepp zum Gebirgsflug: Der Pilot startete um 14:47 in Zweisimmen im F-Schlepp, flog im Gebiet Lenk–Wildstrubel und meldete gegen 17:00 seine Position in 3200 m MSL nahe dem Wildstrubel.
- Flug nahe der Wolkenbasis: Das Segelflugzeug flog nahe der örtlichen Wolkenbasis um 3200–3300 m MSL, was den vertikalen Abstand zum Gelände am Wildstrubelgrat verringerte.
- Gurt nicht geschlossen: Der Sitzgurt des Piloten war zum Unfallzeitpunkt im zentralen Schloss nicht verriegelt; der Pilot war damit nicht ordnungsgemäß angeschnallt.
- Videokamera an Bord: Der Pilot führte eine Videokamera mit, und die Verletzungen passten zum Kontakt mit dem Sucher, was auf Filmen und eine Ablenkung von Steuerung und Geländeabstand hindeutet.
- Kontrollverlust im Flug: Aus ungeklärten Gründen verlor der Pilot beim Flug nahe dem Wildstrubel in großer Höhe und dicht am Gelände die Kontrolle über das Segelflugzeug.
- Flügelende schlägt gegen Fels: Auf östlichem Kurs schlug das rechte Flügelende gegen eine Felswand an der Nordwestflanke des Wildstrubels, was auf zu geringen Geländeabstand hinwies.
- Absturz – tödlich: Nach dem Anprall des Flügelendes zerbrach das Segelflugzeug, und das Wrack stürzte rund 300 m die Nordwestflanke des Wildstrubels hinab; der Pilot wurde tödlich verletzt.