Rhönlerche fliegt auf abgekürzter Platzrunde in ein herabfallendes Windenseil
Der Pilot einer Rhönlerche II wurde tödlich verletzt und ein Passagier schwer, als das Segelflugzeug an einem öffentlichen Flugtag in ein herabfallendes Windenseil flog; es wurde zerstört. Zwei Segelflugzeuge starteten kurz nacheinander an einer Doppeltrommelwinde, das erste noch in der Platzrunde, als das zweite am anderen Seil startete. Statt des vorgeschriebenen Anflugs weg von der Winde kürzte der Pilot ab und flog quer vor der Winde durch, während das zweite Seil noch unter seinem Fallschirm herabfiel; das Seil erfasste den rechten Flügel und sägte dessen äußeren Teil in ~35 m ab. Außer Kontrolle stürzte es nahezu senkrecht aus ~30 m ab.
- Windenstarts am Flugtag: Bei einem Flugtag auf der Allmend Brunau startete eine Rhönlerche II an einer Doppeltrommelwinde zum ersten von zwei kurz aufeinanderfolgenden Passagierflügen.
- Zweites Seil noch in der Luft: Nachdem der Pilot das erste Seil ausgeklinkt hatte und noch in der Platzrunde war, startete das zweite Segelflugzeug am anderen Windenseil, das noch eingezogen wurde.
- Abgekürzte Platzrunde: Bevor das zweite Seil vollständig eingeholt war, begann der Pilot eine abgekürzte Platzrunde, die statt des vorgeschriebenen Verlaufs quer über den Windenbereich führte.
- Rechter Flügel im Windenseil: Beim Queren vor der Winde erfasste das noch sinkende zweite Seil den rechten Flügel und sägte den äußeren Flügelteil in rund 35 m Höhe ab.
- Kontrollverlust und Absturz: Durch den Seilkontakt verlor der Pilot sofort die Kontrolle; das Segelflugzeug stürzte aus rund 30 m nach rechts rollend und nahezu mit der Nase voran zu Boden.
- Absturz – tödlich: Beim senkrechten Aufprall wurde das Segelflugzeug zerstört; der Pilot wurde tödlich verletzt, der Passagier schwer.