Mini Nimbus streift beim zu tiefen Gratüberflug einen Tannenwipfel
Ein Mini-Nimbus-Pilot wurde leicht verletzt und das Segelflugzeug zerstört, als es oberhalb Schänis zu tief über einen Grat flog und ein Flügel einen Baumwipfel streifte. Beim Nutzen schwacher Hangthermik dicht am bewaldeten Hang war der Pilot sehr tief am Chüemettler geflogen. Nach rund zwei Stunden, auf ~1300 m, drehte er nach rechts über den Grat; zu tief streifte der linke Flügel in ~22 m einen Tannenwipfel, von dem rund 1,5 m abbrachen, und es stürzte in einer Linksspirale rund 50 m weiter in den Wald. Masse und Schwerpunkt lagen im Rahmen, kein Mangel wurde gefunden. Ursache: Unterschreiten der Mindesthöhe beim Hangsegeln.
- F-Schlepp zum Hangflug: Der Pilot startete in Mollis im F-Schlepp und nutzte danach rund zwei Stunden lang schwache Thermik und Hangaufwind am Chüemettler.
- Schwacher Hangaufwind: Schwache Thermik und schwacher Hangwind ließen nutzbaren Aufwind nur dicht am bewaldeten Hang zu, was zum Fliegen nahe am Gelände verleitete.
- Geringe Höhe am Grat: Das Segelflugzeug flog mit rund 1300 m MSL vergleichsweise tief, als es sich dem Chüemettler-Grat oberhalb von Schänis näherte.
- Tiefer Gratüberflug: Trotz der geringen Höhe entschied sich der Pilot, den Chüemettler zu überfliegen, und drehte dazu nach rechts über den Grat.
- Flügel streift Tannenwipfel: In der Rechtskurve über dem Grat streifte der linke Flügel den Wipfel einer Tanne in rund 22 m Höhe, von dem etwa 1,5 m abbrachen.
- Linksspirale in den Wald: Nach dem Kontakt mit dem Wipfel geriet das Segelflugzeug in eine Linksspirale und sank unkontrolliert rund 50 m weiter in den Wald.
- Absturz – leicht verletzt: Das Segelflugzeug stürzte in den Wald und wurde zerstört; der Pilot wurde leicht verletzt.