DG 300 überschießt Außenlandung mit Rückenwind und streift Hindernisse
Ein DG-300-Elan-Pilot wurde leicht verletzt und das Segelflugzeug schwer beschädigt bei einer Rückenwind-Außenlandung bei Andermatt. Nach Abbruch eines 500-km-Vorhabens wählte der Pilot ein ausgewiesenes Feld, nur nach Südwesten anfliegbar — bei Nordostwind also mit Rückenwind. Zu hoch trotz voller Bremsklappen und Slip, und vor Hindernissen am Feldende, beendete er den Slip und zog hoch zur Wiese dahinter; der rechte Flügel prallte gegen einen Armierungsgitter-Stapel und einen Bagger und drehte die DG 300 um 90°. Ein Feld 500 m nördlich wäre gegen den Wind anfliegbar gewesen. Ursache: misslungener Anflug, zu wenig auf den Wind geachtet.
- Streckenflug: Der Pilot startete in Zweisimmen im Flugzeugschlepp zu einem 500-km-Streckenflug und befand sich nach Abbruch des Vorhabens wegen schwacher Thermik auf dem Rückweg.
- Außenlandung nötig: Bei Andermatt zwangen die verschlechterten Thermikverhältnisse den Piloten, eine Außenlandung zu planen statt weiterzufliegen.
- Feld nur mit Rückenwind: Der Pilot wählte ein ausgewiesenes Außenlandefeld an der Gotthardstraße, das beim herrschenden Nordostwind nur mit Rückenwind anzufliegen war — was er zu wenig abwog.
- Hoher Anflug mit Rückenwind: Nach einer Platzrunde flog der Pilot den Endanflug nach Südwesten mit Rückenwind und setzte volle Bremsklappen und einen Seitengleitflug ein, um Höhe abzubauen.
- Hochziehen über Hindernisse: Da er die Höhe nicht ausreichend abbauen konnte, beendete der Pilot den Seitengleitflug, fuhr die Bremsklappen ein und zog hoch, um die Hindernisse am Feldende zu überfliegen.
- Flügel prallt gegen Hindernisse: Dabei prallte der rechte Flügel gegen einen Stapel Armierungsgitter und einen Bagger; die DG 300 drehte sich um rund 90° und kam auf der angrenzenden Wiese zum Stillstand.
- Unfall – leicht verletzt: Die DG 300 blieb schwer beschädigt auf der Wiese liegen; der Pilot wurde leicht verletzt.