Janus B trudelt nach zu langsamer Steilkurve am Hang in die Bäume
Eine Janus B trudelte beim Hangsegeln am Schänerberg aus einer engen, zu langsamen Kurve in rund 100 m AGL in die Bäume und wurde zerstört; beide Insassen wurden schwer verletzt. In schwacher Blauthermik gewann der Pilot in 30 min nur 400 m und arbeitete tief am Hang, noch mit +8° Wölbklappe. Als er mit rund 50° Querneigung und nur 90 km/h zum Hang eindrehte, lag er unter der Überziehgeschwindigkeit dieser Konfiguration. Mit wenig Erfahrung auf dem Muster hatte er nicht bedacht, wie stark Klappe und Steilkurve sie anhoben — am Hangaufwind gilt Klappe 0. Ursache: zu wenig Fahrt und zu wenig Beachtung der höheren Kurvengeschwindigkeit.
- Kurbeln und Hangflug: Nach dem Ausklinken aus dem Flugzeugschlepp auf etwa 1700 m MSL nutzte der Pilot schwache bis mäßige Aufwinde und ging dann mit +8° Wölbklappe zum Hangsegeln am Schänerberg über.
- Schwacher Steigflug, wenig Reserve: In schwachem Aufwind brauchte der Pilot rund 30 Minuten für nur 400 m Höhengewinn und blieb dabei mit geringer Höhenreserve nah am Gelände.
- Steilkurven nahe am Hang: Auf etwa 1300 m MSL und rund 100 m AGL flog der Pilot trotz des schwachen Aufwinds steile Hangkurven mit 45–50° Querneigung.
- Wölbklappe auf +8°: Die Wölbklappe blieb auf +8° gestellt, was die Überziehgeschwindigkeit in der Kurve erhöhte — ein Zusammenhang, den der Pilot zu wenig berücksichtigte.
- Rechtskurve mit zu wenig Fahrt: Beim Eindrehen nach rechts zurück zum Hang mit rund 50° Querneigung und etwa 90 km/h lag die Fahrt unter der für diese Konfiguration und Schräglage nötigen Mindestgeschwindigkeit.
- Überziehen und Trudeln: In rund 100 m AGL überzog der Pilot, und das Segelflugzeug ging ins Trudeln; zum Ausleiten reichte die verbleibende Höhe nicht aus.
- Absturz – beide schwer verletzt: Nach rechts trudelnd kollidierte das Segelflugzeug mit den 20 m hohen Bäumen am steilen Hang des Schänerbergs und wurde zerstört; beide Insassen wurden schwer verletzt.