LS 4 sinkt steuerlos ab, nachdem der Pilot ohnmächtig wird
Der Pilot einer LS 4 wurde schwer verletzt, als er beim Kreisen nahe dem Sädelhorn das Bewusstsein verlor; das steuerlose Segelflugzeug sank auf einen Felshang und wurde stark beschädigt. In schwachem Aufwind auf 2700 m MSL setzte die Ohnmacht ohne Vorzeichen ein; die LS 4 trieb zu einem Geröllfeld unter dem Gipfel und setzte zufällig von der ebenen Westseite in fast normaler Fluglage mit geringer Geschwindigkeit auf. Erst beim Aufprall kam der Pilot wieder zu sich. Wahrscheinliche Ursache war eine Synkope; der erfahrene Pilot hatte nie ein Unwohlsein erlebt und alle Vorkehrungen getroffen. Sein Überleben war außerordentlicher Zufall.
- F-Schlepp ins Fluggebiet: Der Pilot startete um 14:49 Uhr im F-Schlepp in Münster, klinkte nahe dem Sidelhorn auf rund 2400 m MSL aus und flog anschließend in den umliegenden Bergen.
- Kurbeln am Blinnenhorn: Der Pilot stieg im Aufwind am Blinnenhorn auf rund 3300 m MSL, kehrte später dorthin zurück und kreiste bei 1 m/s Steigen auf etwa 2700 m MSL, die LS 4 auf 80–90 km/h getrimmt.
- Plötzliche Bewusstlosigkeit: Beim Kreisen im Aufwind am Blinnenhorn verlor der Pilot ohne vorherige Warnzeichen plötzlich das Bewusstsein (Synkope).
- Steuerloser Sinkflug zum Gelände: Ohne Steuerführung trieb die LS 4 in Richtung Sädelhorn ab und sank auf ein felsiges Plateau (Ringjini) auf rund 2600 m MSL unterhalb des Gipfels zu.
- Bodenberührung im Geröllfeld: Weiterhin steuerlos näherte sich die LS 4 von Westen wie in einem normalen Anflug und setzte tangential auf dem geneigten Geröllfeld auf, wo der Pilot wieder zu sich kam.
- Absturz, Pilot schwer verletzt: Die LS 4 kam bei geringer Geschwindigkeit an einem großen Felsblock zum Stillstand und wurde stark beschädigt; der Pilot wurde schwer verletzt und per Helikopter geborgen.