ASW-20-L-Pilot verliert bei Windenstart nach Herzversagen die Kontrolle
Der Pilot einer ASW 20 L wurde bei einem Windenstart in Ambri tödlich verletzt; das Segelflugzeug geriet außer Kontrolle und wurde zerstört. Nach der Übergangsphase stieg das Segelflugzeug in einer Linkskurve auf etwa 50 m AGL und drehte ohne erkennbare Steuerreaktion weiter; nachdem der Windenfahrer die Leistung wegnahm, stürzte es nahezu senkrecht neben die Piste. Wahrscheinliche Ursache war eine Handlungsunfähigkeit durch ein akutes Herzereignis: Der Pilot litt an einer schweren koronaren Herzkrankheit mit früherem Infarkt und war vor dem Aufprall vermutlich bewusstlos, galt kurz zuvor aber noch als fliegerärztlich tauglich.
- Windenstart in Ambri: Bei einem Windenstart auf dem Militärflugplatz Ambri ging die ASW 20 L normal aus dem Startlauf in den Anfangssteigflug über.
- Akutes Herzereignis: Kurz nach dem Abheben erlitt der Pilot im Steigflug wahrscheinlich ein akutes Herzereignis, das ihn handlungsunfähig machte und ihm die Steuerung der ASW 20 L nahm.
- Vorbestehende Herzkrankheit: Der Pilot litt an einer schweren koronaren Herzkrankheit mit früherem Infarkt und einem Klinikaufenthalt wegen Herzbeschwerden; das Risiko plötzlicher Handlungsunfähigkeit war hoch.
- Keine Steuerreaktion: Während die ASW 20 L in einer Linkskurve auf etwa 50 m AGL stieg, war trotz zunehmender Abweichung von der normalen Windenstartbahn keine Steuerreaktion des Piloten erkennbar.
- Unkontrollierter Sinkflug: Nachdem der Windenfahrer die Leistung wegnahm, drehte die ASW 20 L ohne erkennbare Steuerung weiter nach links und ging in einen nahezu senkrechten, unkontrollierten Sinkflug über.
- Absturz, Pilot tödlich verletzt: Das Segelflugzeug schlug nahezu senkrecht auf der Grasfläche neben der befestigten Piste auf und wurde zerstört; der Pilot wurde tödlich verletzt, war aber vermutlich schon vorher bewusstlos.