ASK 21 überzieht bodennah bei tiefer Seilrissübung im Windenstart
Bei einer Windenstart-Schulung in Gruyères wurde der Fluglehrer einer ASK 21 schwer verletzt und der Flugschüler leicht; das Segelflugzeug wurde erheblich beschädigt. Etwa 1-2 s nach Übergang in den rund 40°-Steigflug klinkte der Fluglehrer auf rund 20 m AGL aus, um einen Seilriss vorzutäuschen. Der Flugschüler drückte zu stark nach, das Segelflugzeug kippte immer weiter Richtung Boden, während die Bremsklappen vorzeitig ausfuhren. Bodennah zog der Fluglehrer durch; noch unter Fahrt überzog die ASK 21 und sackte flach auf die Piste. Ursachen: Strömungsabriss in Bodennähe bei tiefer Seilrissübung und vorzeitig ausgefahrene Bremsklappen.
- Windenstart-Steigflug: Bei einem Doppelsitzer-Schulungswindenstart von Piste 36 ging die ASK 21 kurz nach dem Abheben aus der Anfangsbeschleunigung in einen etwa 40°-Steigflug über.
- Vorgetäuschter Seilriss: Auf rund 20 m über Grund und 1-2 Sekunden nach dem Übergang in den Steigflug klinkte der Fluglehrer das Windenseil aus, um einen Seilriss vorzutäuschen.
- Übung in geringer Höhe: Die Seilriss-Simulation erfolgte in sehr geringer Höhe nahe dem Beginn des steilen Windensteigflugs und ließ wenig Höhenreserve zum Abfangen.
- Vorzeitige Bremsklappen: Kurz nach dem Übergang in den Gleitflug wurden die Bremsklappen ausgefahren beobachtet, was die Beschleunigung verringerte und ein kopflastiges Moment im Abfangen hinzufügte.
- Schüler drückt nach: Der Flugschüler drückte den Steuerknüppel sofort nach vorn, um die Nase zu senken und geradeaus zu landen, wodurch das Segelflugzeug immer stärker Richtung Boden kippte.
- Abfangen und Überziehen: Als sich das Segelflugzeug im Sinkflug dem Boden näherte, zog der Fluglehrer scharf am Knüppel; es überzog in geringer Höhe und sackte fast flach auf.
- Absturz - schwer verletzt: Das Segelflugzeug schlug nahe der Pistenschwelle sehr hart auf, verletzte den Fluglehrer schwer und den Flugschüler leicht und beschädigte Fahrwerk und Zelle.