Mirage mit 700 km/h streift ASK 23 auf militärischem Fotoauftrag
Auf einem lokalen Segelflug über dem Grenchenberg blieb der Pilot einer ASK 23 unverletzt, das Segelflugzeug wurde bei streifender Kollision mit einer Mirage schwer beschädigt. Vor dem Start, beim Ausklinken auf ~1600 m MSL und im Flug sah er die Mirage bei Fotoflügen mit ~700 km/h. Bei der dritten Sichtung drehte die Mirage mit 80° links auf das Segelflugzeug ein; ein instinktives Hochziehen machte daraus eine Streifberührung, die den Rumpfboden aufriss und die Höhenruderschubstange verbog. Wahrscheinlich führte der Fotoauftrag inmitten aktiven Segelflugbetriebs zur Kollision, da see-and-avoid bei Jet-Geschwindigkeiten versagt.
- Örtlicher Flug nach F-Schlepp: Die ASK 23B wurde in Grenchen zu einem örtlichen Übungsflug hochgeschleppt und klinkte auf rund 1600 m MSL zwischen Grenchenberg und Hasenmatt aus.
- Reger Segelflugbetrieb: Im Solothurner Jura zwischen Chasseral und Weissenstein waren mehrere Segelflugzeuge unterwegs – an solchen Tagen ein üblicher Segelflugkorridor mit hoher Verkehrsdichte.
- Mirage im Tiefflug, 700 km/h: Eine Mirage RS flog im selben Gebiet auf rund 1220 m MSL Infrarot-Fotolinien mit etwa 700 km/h, in starker Querlage und mit eingeschränkter Sicht nach vorn aus dem Cockpit.
- Geringe Erkennbarkeit: Die moderne, weiße ASK 23B bot von vorn eine sehr schmale Silhouette, die gegen den Horizont kaum auszumachen war.
- Mirage dreht auf Segler zu: Während das Segelflugzeug nach Westen Richtung Grenchenberg flog, drehte die zuvor west-östlich gesichtete Mirage plötzlich mit großer Querlage nach Norden auf das Segelflugzeug zu.
- Pilot zieht hoch: Da die Mirage rasch näher kam und kaum Zeit blieb, zog der Segelflugzeugpilot instinktiv die Nase hoch, um der Kollision auszuweichen.
- Streifkollision: Die beiden Luftfahrzeuge berührten sich streifend; der Rumpfboden des Segelflugzeugs riss auf und eine Steuerstange verbog sich, doch es blieb steuerbar und der Pilot landete unverletzt.